Erstellt am 17. Januar 2017, 01:42

von Gila Wohlmann

Masterthese: Mehr Sicherheit durch Integration. Wissenschaftliche FH-Arbeit befasst sich mit Möglichkeiten für besseres Miteinander.

Wie man Integration erleichtern kann und so für ein besseres Miteinander sorgt, damit haben sich Manfred Seper, Elisabeth Riegler, Astrid Weber und Erwin Schmidt (von links) in ihrer Masterthese „Integration von Anfang an“ intensiv beschäftigt.  |  privat

„Integration von Anfang an“: So lautet das Thema einer neuen Masterthese, erstellt im Rahmen des Masterlehrganges „Management im Sozialwesen“ an der Fachhochschule St. Pölten. Auftraggeber der Arbeit ist das Land NÖ; die Ergebnisse der Arbeit können von diesem, aber auch anderen Interessierten genutzt werden.

„Ich war während der Flüchtlingskrise monatelang im Krisenstab, wo es vor allem die Problematik der Transitflüchtlinge zu lösen galt“, schildert Astrid Weber, stellvertretende Leiterin der Beratungs- und Informationsstelle im Amt der NÖ Landesregierung. Mit Elisabeth Riegler (Bereichsleiterin Jugend und Soziales, BH Bruck/Leitha), Erwin Schmidt (Fachgebiet Strafen, BH Gmünd) und Manfred Seper (Bereichsleiter Jugend und Soziales, BH Zwettl) hat sie die Arbeit erstellt.

„Integrationsschritte ab Beginn des Asylverfahrens und welche Maßnahmen bereits in diesem Stadium sinnvoll sind, um spätere negative Folgen durch eine mangelnde Integration der Betroffenen zu vermeiden, werden darin aufgearbeitet“, schildert Weber. Hauptaugenmerk liegt auf den Faktoren Sprache, Wohnen, Werte und Trauma. Bei der Umsetzung der Arbeit gab es auch einen Dialog mit Polizeikräften. „Ein wesentliches Ergebnis unserer Arbeit liegt darin, dass es ganz wesentlich ist, einen möglichst gut strukturierten Tagesablauf in den Grundversorgungsquartieren zu schaffen, gerade auch im Hinblick auf das bestehende Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung, aber auch für die geflüchteten Menschen selbst.“

Und: „Eine nicht gelungene Integration stellt ein Risiko für das Auftreten von Gewalt dar. Risikofaktoren bilden eine beengte Unterkunft, das Fehlen von Beschäftigungsmöglichkeiten verbunden mit dem Fehlen von Zielen sowie eine fehlende Sozialisation.“

Fazit: Integrationsmaßnahmen müssen ab dem ersten Tag erfolgen. Dafür bedarf es an Angeboten und verstärkter Kooperation mit Ehrenamtlichen und NGOs.