Der Wolf heult im ganzen Land. In den vergangenen Monaten gab es viele Wolfs-Meldungen, Meldestelle soll kommen.

Erstellt am 20. Februar 2018 (01:33)
Symbolbild

Von Vorarlberg bis ins Burgenland gab es im Vorjahr, das ist Wissensstand von Ende Jänner 2018, Wolfsnachweise in allen Bundesländern außer Salzburg und Wien. Bestätigt durch DNA-Spuren. Aber: Viele waren es nicht. Ein Nachweis in Vorarlberg, zwei in Tirol, drei an der Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten, vier in OÖ, zwei in NÖ und zwei im Burgenland. Quelle der Daten sind die Landesjagdverbände sowie die Ämter der Landesregierungen.

Aber neben DNA-Nachweisen gibt es in NÖ auch eine Auflistung von „Sichtungen“ und Wildkamera-Fotos, wobei hier nicht immer klar ist, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt. Einerseits, weil die Aufnahmen der Wildkameras sehr unscharf sind, andererseits, weil gemeldete Sichtungen teils in der Dämmerung oder im Dunklen gemacht wurden.

Meldestelle im Bezirk Zwettl

In NÖ beschränkt sich diese Auflistung von angeblichen Wolfs-Vorkommen auf das Waldviertel sowie die Bezirke Mistelbach und Krems. Aus Heiligenkreuz im Bezirk Baden gibt es eine Wildkamera-Aufnahme vom Juli 2017: Hier ist die Qualität aber so schlecht, dass unklar ist, ob ein Wolf am Bild ist.

Im Bezirk Zwettl gibt es mittlerweile bis zu drei Meldungen angeblicher Wolfssichtungen pro Woche. Daher will man im Bezirk nun eine Meldestelle einrichten, um glaubwürdige Sichtungen schneller von Fakes zu trennen. Der Landesjagdverband möchte in den Bezirken einzelne Jäger schulen: Sie sollen bei Rissen fachgerecht DNA-Proben entnehmen können, was wiederum den Wolfsexperten Georg Rauer entlasten soll. Auf diese Weise verspricht man sich, bei Verdachtsfällen schneller Gewissheit zu haben.

Der WWF fordert aktuell einen bundesweiten Wolfsgipfel, den Umweltministerin Elisabeth Köstinger einberufen soll.