Zögern bei der Impf-Anmeldung. 20.000 Termine sind noch verfügbar – jetzt auch für Pädagoginnen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 02. März 2021 (09:59)
Seit Dienstag werden Pädagogen gegen Corona geimpft.
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Bei den Über-80-Jährigen herrschte Gedränge. Jetzt dominiert wieder die Skepsis. Während es unter den Hochbetagten wesentlich mehr Impf-Willige als verfügbare Dosen gab, blieben bei der zweiten für die Impfung freigeschalteten Gruppe viele Termine frei.

In der Vorwoche startete die Buchung für Gesundheitspersonal und Angehörige von schwerkranken Kindern oder Schwangeren. Von den 56.000 Termin-Paaren, die der Notruf NÖ als Impfkoordinator freischaltete, blieben rund 20.000 übrig. Und das, obwohl die Gruppe mehr als doppelt so viele Personen umfassen soll, als es Termine gibt.

Beim Notruf NÖ spricht man von einem bewussten Taktik-Wechsel. Nach der Kritik über das Gedränge sollen nun kleinere Gruppen freigeschaltet werden, damit jeder, der will, einen Termin bekommt.

AstraZeneca sorgt für Verunsicherung

Am Zug sind jetzt die Pädagoginnen und Pädagogen. Die Anmeldung wurde für jene geöffnet, die in engem Kontakt mit Kindern stehen – in Kindergärten, Tagesbetreuungseinrichtungen, Volksschulen, Sonderschulen oder Horten.

Als Grund für das Zögern beim Buchen der Termine gilt der AstraZeneca-Impfstoff, den die Unter-65-Jährigen bekommen. Viele Menschen fürchten bei dem Vakzin eine geringere Wirksamkeit und stärkere Nebenwirkungen. Grund dazu gibt es laut Notruf NÖ nicht: „70 bis 80 Prozent Schutz sind besser als null Prozent Schutz“, sagt Sprecher Stefan Spielbichler.

Melden sich von den Pädagoginnen und Pädagogen zu wenige, wird wiederum die nächste Gruppe zur Anmeldung freigeschaltet. Momentan wird eruiert, welche das ist. Zur Debatte stehen Lehrkräfte älterer Schüler, aber auch Polizei, Justiz und Feuerwehr. Für die Über-80-Jährigen, die den mRNA-Impfstoff bekommen, soll es in zwei Wochen neue Termine geben. Nach ihnen kommen ältere Risiko-Patienten an die Reihe.