Erstaufnahmestelle Traiskirchen unter Quarantäne. Die Erstaufnahmestelle in Traiskirchen (Bezirk Baden) muss unter Quarantäne gestellt werden. Zwei bestätigte Covid-19-Fälle machen diese Maßnahme notwendig. Die NÖN sprach nach dem Bekanntwerden mit Badens Bezirkspolizeikommandant Hannes Jantschy.

Von Judith Jandrinitsch. Update am 24. März 2020 (16:32)
Thomas Lenger/Monatsrevue

Jetzt ist es also doch passiert. Zwei Insassen des Erstaufnahmezentrums in Traiskirchen wurden positiv auf COVID-19 getestet. Seit heute gilt ein Betretungsverbot der Betreuungsstelle Ost. 

Bezirkspolizeikommandant Hannes Jantschy gehört dem Krisenstab rund um Badens Bezirkshauptfrau Verena Sonnleitner und Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler, SPÖ, an. Jantschy erklärt: "Eine Person wurde gestern Abend positiv getestet, eine andere Person heute in der Früh."

Selbstverständlich sei im Erstaufnahmezentrum stets medizinisches Personal vor Ort, das sich um die Asylwerber kümmere, besonders in Zeiten wie diesen. Jantschy erläutert: "Wenn verdächtige Symptome bei einem Asylwerber auftreten, dann achten die medizinisch Verantwortlichen darauf, sind das COVID-19 Symptome, auf welcher Route ist der Asylsuchende nach Österreich gereist. So war es auch bei den beiden bestätigten Fällen."

Quarantäne bedeutet, dass in dem Fall niemand das Erstaufnahmezentrum betreten oder verlassen darf. Jantschy versichert: "Ob das Ausgehverbot auch eingehalten wird, das kontrollieren die Beamten der Polizeiinspektion Traiskirchen. Und selbstverständlich unterstützt das Stadtkommando Baden auch die Kollegen in Traiskirchen."

Bürgermeister Andreas Babler
Stadtgemeinde Traiskirchen

„Für mich ist es nur logisch, dass hier gleich vorgegangen wird wie in anderen großen Einrichtungen, wo viele Menschen zusammen kommen. Ähnlich wie bereits vor einigen Tagen in der Flüchtlingsunterkunft Salzburg oder in der steirischen Bundesheerkaserne, müssen auch in Traiskirchen die entsprechenden Maßnahmen gesetzt werden. Wichtig ist auch, dass hier für eine dementsprechende psychologische Betreuung für die Flüchtenden in dieser Situation gesorgt ist. Ich hoffe auf einen guten Verlauf für alle Beteiligten", so Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler.