Corona-Lockerungen für große Mehrheit zu früh. 57 Prozent der Befragten sehen in den Infektionszahlen keinen Grund für die in der Vorwoche gesetzten Lockerungsschritte. Das geht aus einer NÖN-Online-Umfrage mit rund 5.000 Teilnehmer hervor.

Von Michael Chudik. Erstellt am 15. Februar 2021 (11:14)
Symbolbild
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Während an den Wochenenden tausende Menschen gegen die Maßnahmen der Regierung und für mehr Freiheit und Lockerungen demonstrieren, scheinen für die Mehrheit der Menschen in Niederösterreich die Lockerungen zu früh. Das geht aus einer aktuellen NÖN-Online-Umfrage hervor, an der rund 5.000 Menschen teilgenommen haben. Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache.

Für 57 Prozent oder 2830 Teilnehmer kommen die Lockerungen zu früh. Für sie sind die Infektionszahlen nach wie vor zu hoch, um Öffnungsschritte zu wagen. Knapp 14 Prozent oder 675 Teilnehmer empfinden den Zeitpunkt der Lockerungen als angemessen. Fast 30 Prozent oder 1452 Teilnehmer hätten sich die Lockerungsschritte schon früher gewünscht.

Umfrage beendet

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Damit scheint für die Mehrheit der Befragten die Angst vor neuerlichen, restriktiven Maßnahmen zu groß, um Lockerungsschritte wie die Öffnung des Handels oder der körpernahen Dienstleister zu setzen. Dennoch spaltet die Pandemie das Land auch weiterhin. Handel und Wirtschaft kämpfen ums Überleben und wünschen sich eine baldige Rückkehr zur Normalität. Virologen und Epidemiologen sehen in den ansteckenderen Virus-Mutationen eine noch größere Gefahr und warnen vor Lockerungen. In der Zwickmühle steht hingegen die Politik, die über das Auf- und Zusperren entscheiden muss.

Heute berät die Regierung zusammen mit Experten über die weitere Vorgehensweise. Neuerliche Lockerungsschritte sind wohl nicht geplant. Zu groß ist wohl die Unsicherheit durch die neuen Varianten des Virus.