111 Millionen Euro aus der EU für NÖ Forschung . Niederösterreich forscht und entwickelt, Förderungen unterstützen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 17. Juli 2019 (14:03)
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Symbolbild

Horizon 2020, das EU-Programm für Forschung und Innovation, stellt knapp 75 Milliarden Euro für Forschung und Innovation von 2014 bis 2020 zur Verfügung - angefangen von Grundlagenforschung bis hin zu innovativer Produktentwicklung.

Mehr als eine Milliarde Euro davon konnten Forscher und Unternehmen nach Österreich holen. Wie der Überblicksbericht zu Österreich der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zeigt.

Über 200 Projekte und IST Austria an der Spitze

Über 111 Millionen Euro gingen seit 2014 an Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder Unternehmen aus Niederösterreich. An 205 Projekten sind Niederösterreichische Einrichtungen beteiligt, damit liegt NÖ auf Platz 4 im Bundesländerranking.

An der Spitze der Top-Player in NÖ steht mit über 50 Millionen das Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg., österreichweit übrigens auf Platz 3 der Hochschulen mit den höchsten Förderungen in Horizon 2020, nach Uni Wien und TU Wien. „Das IST Austria zieht wissenschaftliche Exzellenz aus aller Welt an. Dies zeigt sich einmal mehr in der Einwerbung von Horizon-2020-Mitteln, die das IST Austria vor allem in der Kategorie exzellente Wissenschaft erhalten hat“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Beachtlich sei auch die über 10 Millionen Euro, die das Internationale Institut für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg einwerben konnte.

Worum es bei den Projekten geht? Umwelt, Ernährung, usw.  „In Niederösterreich setzen wir immer stärker auf die Themen Klimaschutz und Umwelt, was heutzutage wichtiger ist denn je“, so Mikl-Leitner.

„Erfreulich an diesem Bericht ist auch, dass fast 50 Prozent der geförderten Projekte von Unternehmen aus Niederösterreich stammen. Dies ist ein Beweis dafür, wie innovativ sich die Wirtschaft in Niederösterreich entwickelt“, so Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav.

Mehr Förderungen der Forschungsförderungsgesellschaft

Ebenfalls veröffentlicht, wurde auch die Förderbilanz der FFG im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit dem Land Niederösterreich. 2018 sind 52,8 Millionen Euro an FFG-Fördermitteln nach Niederösterreich geflossen. Ein deutlicher Anstieg von 30,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Der Forschungs-und Innovationsstandort Niederösterreich wird durch den Schulterschluss Land Niederösterreich und FFG weiter gestärkt, das kommt den Forschenden, Unternehmen und dem gesamten Standort massiv zugute“, so die beiden FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

Die FFG-Förderungen in Niederösterreich fallen insbesondere in die Bereiche Produktion, Energie/Umwelt sowie Mobilität. Ein weiteres Thema ist Digitalisierung. „Die Entscheidung zwei, der ersten drei nationalen Digi-Hubs nach Niederösterreich zu geben, ist ein deutliches Signal und zeigt, dass wir mit dem Haus der Digitalisierung auf dem richtigen Weg sind und Digitalisierung in Niederösterreich ein Kernthema ist“, erklärt Landesrätin Petra Bohuslav.