Mutter-Eltern-Beratungsstellen: Bei Fragen ums Baby. In 358 Gemeinden in NÖ unterstützen Ärzte und Säuglingsschwestern junge Eltern.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 12. Juni 2018 (00:48)
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Sitzt mein Kind richtig? Ist es gut ernährt? Darf ich rauchen, wenn ich stille? Es gibt viele Fragen, die junge Eltern begleiten.

In Mutter-Eltern-Beratungsstellen beraten dazu Kinderärzte, speziell geschulte Allgemeinmediziner und Säuglingsschwestern. In 358 Gemeinden in NÖ gibt es das kostenlose Angebot für Kinder von der Geburt bis zur Schule. „Gemeinden stellen die Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Land übernimmt die Kosten für Arzt und Schwester“, so Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. Junge Eltern können zu den Öffnungszeiten – diese sind meist auf der Gemeinde zu erfahren – einfach kommen. Allein im Vorjahr gab es 20.401 Beratungen. 398 Kinder wurden aufgrund von medizinischen Problemen zum Facharzt geschickt.

Worum es meistens geht? „Das Stillen nimmt einen sehr großen Stellenwert in der Beratung ein“, erläutert Regina Klenk von der NÖ Landessanitätsdirektion. Es gibt auch drei Stillzentren in NÖ (Bruck, Waidhofen an der Thaya, Guntramsdorf). Die Weltgesundheitsorganisation übrigens empfiehlt reif geborene, normalgewichtige Kinder bis zum sechsten Monat ausschließlich zu stillen. Stillen vertieft die Beziehung zwischen Mutter und Kind, hat eine beruhigende Wirkung.

Außerdem geht es um Ernährung, die ersten Zähne, Impfungen, Sonnenschutz, Schlafen …

Welchen Vorteil die Beratungsstellen haben? „Wir haben Zeit für Mütter und Kinder“, so Klenk. „Die Eltern können auch gerne anonym kommen.“ Und: Beim monatlichen Treffen der Mütter können sie sich untereinander austauschen und auch – was besonders in bevölkerungsarmen Regionen von Bedeutung ist – kennenlernen.

Es gibt frühe Hilfen, damit Kinder Gesundheitschancen erhalten. Die richtige Zahnpflege ist bei Zahngesundheitserzieherinnen von Apollonia 2020 Thema. Und: In einigen Beratungsstellen gibt es Kurse für Babymassagen.