Demenz-Service NÖ erweitert das Informationsangebot

Erstellt am 13. Juni 2022 | 14:18
Lesezeit: 3 Min
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V. li. n. re.: Andreas Schneider, Leiter Demenz-Service NÖ, Gerlinde Oberbauer, Demenzexpertin, Martin Eichtinger, Landesrat, NÖGUS-Vorsitzender und Norbert Fidler, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der Österreichischen Gesundheitskasse in Niederösterreich.
Foto: NLK Burchhart
Seit fünf Jahren gibt es das Demenz-Service NÖ. Neben den bestehenden Hilfsangeboten wird es künftig auch Info-Blätter mit Tipps für den Umgang mit Betroffenen geben.
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Über 22.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreich leiden an Demenz. Bis 2050 wird sich die Zahl noch einmal verdoppeln. Bereits seit fünf Jahren unterstützt das NÖ-Demenz-Service Angehörige und Betroffene.

„Im Oktober 2017 startete das Demenz Service NÖ mit Internetseite, Broschüre und der NÖ Demenz-Hotline unter 0800 700 300. Im Jänner darauf gab es in der Pilotregion NÖ Mitte die ersten Beratungen, den ersten Info-Point Demenz und die erste Informationsveranstaltung“, fasst Landesrat Martin Eichtinger zusammen. Später wurde das Angebot auf ganz Niederösterreich ausgerollt. Seit Jänner 2018 fanden insgesamt 2.050 Beratungen für Betroffene, Familien und Angehörige statt.

Jährlich werden rund 320.000 Euro für das Demenz-Service NÖ in die Hand genommen. „Ziel ist es, Angehörige bei ihren Herausforderungen zu unterstützen sowie Demenz-Betroffenen dabei zu helfen, lange selbstständig und aktiv zu bleiben“, erklärt Eichtinger.

Individuelle Beratungen bei Demenz-Info-Points

Als „echte Erfolgsgeschichte in der Zusammenarbeit zwischen Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK) und dem Land“ bezeichnet Norbert Fidler, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der Österreichischen Gesundheitskasse in Niederösterreich, die Demenz-Info-Points. Dabei werde unkomplizierte, wohnortnahe und individuelle Beratung angeboten.

„Mehr als 280-mal gibt es pro Jahr die Gelegenheit, eine der zweistündigen Beratungseinheiten in 24 Gemeinden aufzusuchen“, erklärt Fidler. An bestimmten Tagen im Monat sind die ÖGK-Kundenservicestellen für diese Beratungen je zwei Stunden geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig. Seit der Corona-Pandemie können die Beratungen auch telefonisch und per Videotelefonie durchgeführt werden.

Neue Infoblätter entwickelt

Künftig wird das Angebot des Demenz Service NÖ noch einmal erweitert. Zuletzt wurden Informationsblätter mit Tipps zum Umgang mit Betroffenen entwickelt. Außerdem findet am 2. September in der Burg Perchtoldsdorf der NÖ Demenz-Tag statt. Dort warten Vorträge, eine Gesundheitsstraße, eine Podiumsdiskussion Infostände und Workshops. Viele Tipps und Informationen wird es insbesondere für pflegende Angehörige geben.

Die Informationsblätter, die Infos zum NÖ Demenztag, zu den Angeboten des Demenz-Service sowie alle Termine der Demenz-Info-Points in den ÖGK-Kundenservicestellen sind unter www.demenzservicenoe.at zu finden.