So bringt ihr euer Auto durch die Kälte. Temperaturen weit unter der Null-Grad-Marke erfordern von den Autofahrern gute Vorbereitung für ihr Fahrzeug. Der ARBÖ hat einige Tipps dazu.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Februar 2021 (11:18)
Das Fachpersonal des ARBÖ überprüft und serviciert PKW im Zuge eines Winter-Fit-Checks.
ARBÖ

Wenn auch bereits häufig darüber informiert wurde, ist es vor jeder Kältewelle wichtig, sein Fahrzeug gut auf die niedrigen Temperaturen vorzubereiten. Da kommt es gerade bei Fahrzeugen, die kaum oder gar nicht bewegt werden, häufig zu Startschwierigkeiten aufgrund altersschwacher Batterien. Zumeist werden Autobatterien über Jahre nicht kontrolliert, verlieren auf Dauer ihre Leistungsfähigkeit und versagen dann bei Kälteeinbruch gänzlich. 

„Starterprobleme sind immer noch Pannenursache Nummer eins beim ARBÖ“, erklärt Verkehrsexperte Jürgen Fraberger. „Das Wichtigste ist immer eine gute Vorbereitung“, so Fraberger weiter. „Wenn eine Kältefront, wie diese Woche, vorausgesagt wird, dann ist es wichtig, dass man sich ein wenig Zeit nimmt und das eigene Fahrzeug kältefit macht.“

Wie man sein Fahrzeug vor der Kälte gut schützt:

  • Kühlerfrostschutz: Auch die Kühlflüssigkeit im Motor kann bei fehlendem Kühlmittel einfrieren. Allerdings sollte die Kontrolle der Kühlflüssigkeit nur von Technikern im ARBÖ-Prüfzentrum oder einer Fachwerkstätte durchgeführt werden.
  • Batterie-Check: Bei einem kurzen Check der Batterie wird die Funktionsfähigkeit und Leistungskapazität der Batterie gemessen. Zeigt die Batterie schon vor einer extremen Kältewelle Ermüdungserscheinungen, ist die Chance groß, dass sie bald komplett den Geist aufgibt. Hingegen kann eine leistungsstarke Batterie auch tiefsten Temperaturen trotzen.
  • Scheibenwaschanlage: Frostschutz ist die Wunderwaffe für eine eisfreie Scheibenwaschanlage. Hierbei unbedingt das passende Mischverhältnis zwischen Wasser und Frostschutz auf der Flasche beachten, um Schlierenbildung oder gefrorene Spritzdüsen zu vermeiden.
  • Diesel-Fließverbesserer: Bei tiefen Temperaturen kann der Diesel-Kraftstoff ausflocken und dadurch seine Fließfähigkeit verlieren. Das Fahrzeug springt dann nicht mehr an, oder es schaltet im Extremfall den Motor sogar während der Fahrt ab. Außerdem kann ein nicht servicierter Kraftstofffilter aufgrund von Wasserrückständen zufrieren und so die Treibstoffzufuhr blockieren. Chemische Helfer in Form von Diesel-Fließverbesserern, auch „Dieselfrostschutz“ genannt, verhindern die Entwicklung von Paraffinkristallen. Das Mittel kann sowohl im Vorfeld verwendet werden oder aber auch, wenn der Diesel bereits „Erfrierungserscheinungen“ zeigt.
  • Türschlossenteiser: Der Klassiker: Die Autotüre ist zugefroren und der erst kürzlich gekaufte Türschlossenteiser befindet sich im Fahrzeuginneren: Fehler. Dieser sollte sich daher immer in der Jackentasche, der Handtasche oder dem Rucksack befinden, damit er im Falle des Falles auch helfen kann.
  • Türdichtungen: Damit die Gummidichtungen durch das Aufreißen einer gefrorenen Tür nicht kaputt gehen, sollten diese vorab mit Fettcreme oder speziellen, im Fachhandel erhältlichen, Cremen oder Sprays behandelt werden.
  • Reifendruck anpassen: Bei tiefen Temperaturen ändert sich der Reifendruck. Daher sollte ab einer Außentemperatur von null Grad Celsius der Luftdruck angepasst werden. Bei Unsicherheiten sollte man sich von Fachpersonal beraten lassen.