Unfallort: Arbeitsplatz. Vergangenes Jahr gab es in NÖ zwar mehr Arbeitsunfälle, generell werden es aber weniger.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 20. Juni 2017 (02:44)
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Zu den häufigsten Unfallursachen zählen der Kontrollverlust über Maschinen, Transportmittel und Werkzeuge wie auch Sturz und Absturz.

12.393 Arbeitsunfälle wurden 2016 in Niederösterreich registriert. Um 3,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Im Vergleich zu 2010 sieht man jedoch einen generellen Rückgang über die Jahre hinweg. Damals waren es noch 14.188 Arbeitsunfälle in NÖ.

Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien: „Die langfristige Statistik zeigt, dass in niederösterreichischen Betrieben die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr ernst genommen wird. Die Zahlen von 2016 machen aber deutlich, dass Prävention eine Aufgabe ist, die nie an Aktualität verliert.“

Die AUVA übernimmt übrigens die komplette Haftung für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten und trägt die Kosten für Unfallheilbehandlung, Rehabilitation und Rentenzahlungen.

Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien: „Vor allem die Unfallheilbehandlung auf internationalem Spitzenniveau sorgt dafür, dass Unfallopfer bessere Chancen auf Heilung haben und eine schnelle Rückkehr in den Alltag und die Arbeitswelt möglich ist.“ Was die Rückkehr betrifft, gab es gegenüber 2015 einen Rückgang um 2,1 Krankenstandtage auf 16,8 Tage (ohne Wegunfälle).

Maschinen, Stürze & Co. 

Die häufigsten Unfälle passieren im Einzel- und Großhandel, gefolgt von Produktion sowie Bau und Baunebengewerbe.

Übrigens: „Im klassischen Einzel- und Großhandel sind die Unfälle durch Sturz und Fall und vor allem die Schnittverletzungen Unfallursache Nummer eins“, erläutert Bernd Toplak, stellvertretender Leiter der Präventionsabteilung der AUVA-Landesstelle Wien.

Betrachtet man alle Branchen, waren 2016 laut AUVA in Niederösterreich die häufigsten Unfallursachen der Kontrollverlust über Maschinen, Transportmittel und Werkzeuge (5.295 Arbeitsunfälle), Sturz und Absturz (2.259 Arbeitsunfälle) sowie unkoordinierte Bewegungen wie etwa Umknicken, Anstoßen oder Zusammenstoßen (2.107 Arbeitsunfälle).