Waltraut Haas am Weg der Besserung. Vor einigen Wochen sorgte „Mariandl“ Waltraut Haas für großen Schrecken in der Theaterbranche. Sie stürzte schwer und erlitt einen zweifachen Oberschenkelbruch. Nun lernt sie schon wieder den Text zum neuen Stück.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 30. April 2019 (11:35)
Marcus Strahl kümmert sich um seine Mutter Waltraut Haas nach ihrem Sturz.
Teresa Sturm

„Gestern hat sie mich besonders gequält“, erzählt die Schauspielerin Waltraut Haas lachend in ihrem Haus im 13. Wiener Gemeindebezirk. Jetzt, wo sie nicht mehr im Krankenhaus sein muss, steht für sie jeden Tag Physio an, um bis zur Premiere von „Keine Ruh‘ fürs Donauweibchen“ am 16. Juli in Weissenkirchen wieder fit zu sein. Die Massagen und Übungen mit der Physiotherapeutin seien aber durchaus schmerzhaft. „Es ist nicht angenehm. Danach muss ich ein bisschen mit dem Rollator gehen und dann geht es wieder“, ist Haas aber durchaus optimistisch.

Haas hat ihrem Sohn viel zu verdanken

Dass sie in den letzten Wochen nie den Mut verloren hat und mittlerweile schon wieder den Text zum neuen Stück lernt, in dem sie eine Therapeutin spielen wird, habe sie ihrem Sohn Marcus Strahl zu verdanken: „Mein Sohn, der ist ein Wunder. Der hat doch selbst einen Beruf und hat so viel zu tun. Jeden Tag ist er bei mir. Er führt mich wohin. Wir gehen gemeinsam Essen.“ Ohne ihn würde es ihr nicht so gut gehen, wie jetzt, ist sie sicher.

"Langsam wird's langweilig"

Noch kann Haas nur mit dem Rollator gehen („Obwohl ich ihn hasse, ist er mein bester Freund“) und beklagt sich über die Langeweile, weil sie viel zu Hause ist. Ein erster Besuch im Marchfelderhof stand aber schon auf dem Programm und das verschmitzte Lächeln der Grande Dame ist schon wieder ganz das alte.