Dissertationen mit größtem Nutzen für Gemeinwohl gekürt. Bei der von Barbara Stöckl moderierten Veranstaltung „Best of Science Call 2016“ wurden 14 von der NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB) geförderte Projekte vorgestellt und drei von ihnen ausgezeichnet.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 29. Juni 2018 (09:31)

Im Rahmen des „Science Call 2016“ wurde von der NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB) erstmals die Anstellung von Dissertanten an NÖ Forschungseinrichtungen gefördert, um den wissenschaftlichen Nachwuchs in allen FTI-Themenfeldern zu stärken. 14 aus 35 Anträgen wurden in das Förderprogramm des Landes NÖ aufgenommen und  bei der exklusiven Veranstaltung „Best of Science Call 2016“ präsentiert.

Die von Barbara Stöckl moderierte Veranstaltung bestach durch Vielfältigkeit. Die Themen der Doktorarbeiten waren breit gefächert. Das Spektrum reichte von „Art brut“ über Modelle zur Verbesserung der Behandlung von Osteoporose bis zur Wissensgeschichte der Sojabohne. Drei der 14 Projekte wurden von einer Jury ausgezeichnet. Die Bewertungskriterien waren zu je einem Viertel die Qualität der Präsentation und die Gestaltung des Posters und zur Hälfte der gesellschaftliche Nutzen des Projekts.

Neue Perspektiven für die Früherkennung von Krebs

Der erste Platz ging an die Dissertation von Walter Kuba, die den Titel trägt: „Entwicklung und Anwendung bioorthogonaler Substitution zur schnellen Radiomarkierung von Biomolekülen“. Radiomarkierte Verbindungen und Biomoleküle nehmen eine Schlüsselrolle in der klinischen Diagnose und Therapie vieler Krankheiten ein. Für eine optimale Diagnose sind hochreine Verbindungen erforderlich. Die Dissertation zeigt eine Perspektive auf, durch bioorthogonale Markierungsstrategien, Fortschritte in der Früherkennung von Krebs zu erzielen.

Den zweiten Platz machte Georg Weissenböck mit der „Wissensgeschichte der Sojabohne in Österreich 1870-1950“. Der Soja-Trend wirkt neu, doch die Dissertation beweist, dass der Sojabohne bereits im 19. Jahrhundert Bedeutung als möglicher Beitrag zur Sicherung der Ernährung der österreichischen Bevölkerung beigemessen wurde. Der dritte Platz ging an die Dissertation von Verena Braunschmid. Ihre Arbeit demonstriert, dass eine Lignin-basierte Holzbeschichtung eine grüne Alternative zu fossilen Produkten sein kann.

Podiumsdiskussion zu möglichen Karrierewegen von Wissenschaftlern

Von Barbara Stöckl moderiert, fand im Rahmen des „Best of Science Call 2016” eine Podiumsdiskussion mit Thomas Wanek (AIT), Georg Gübitz (BOKU), Johann Feilacher (Museum Gugging) und Eva Mayr (Donau-Universität Krems) statt. Für die DiskutantInnen stand fest, dass eine Veranstaltung wie diese dazu beiträgt, aktuelle Themen und Ergebnisse der Wissenschaft unter die Leute zu bringen und sie leichter erklärbar zu machen.

Eine Karriere in der Forschung sei vielfältiger als viele glauben. Die Interdisziplinarität gewinnt an Gewicht und auch Auslandserfahrung hilft den jungen ForscherInnen, den Blick auf das große Ganze zu wahren. Nicht nur in der Forschung, auch in der Wirtschaft und Industrie seien DissertantInnen gefragt. Sie hätten Durchhaltevermögen bewiesen, sowie die Fähigkeit, sich längere Zeit mit einem Thema intensiv auseinanderzusetzen.

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