Pflege- und Betreuungszentren in NÖ eingeschränkt offen. Ab 4. Mai werden die Regelungen für Besuche in den NÖ Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren gelockert. „Besuche werden unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich sein“, sagt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Welche das sind, lest ihr hier:

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. April 2020 (14:24)
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister zu den Lockerungen: "Das bedeutet nicht, dass es nun wieder eine generelle Erlaubnis für Besuche in Pflegeeinrichtungen gibt. Es sind dies aber nun erste Lockerungen, die ein baldiges Wiedersehen ermöglichen sollen."
Philipp Monihart

Ab dem 4. Mai dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner der NÖ Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) sowie der NÖ Pflege- und Förderzentren (PFZ) wieder Besuch empfangen, wenn auch in eingeschränkter Form. „Die Regelungen werden gelockert, es gelten aber bestimmte Voraussetzungen, die unbedingt einzuhalten sind.

So ist es beispielsweise notwendig, für den Besuch vorab eine telefonische Terminvereinbarung zu treffen. Vor Ort gelten dann allgemeine Hygienemaßnahmen, wie etwa Zutritts- und Austrittskontrollen mit Fiebermessungen oder auch das Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie die Desinfektion der Hände“, erklärt Sozial-Landesrätin Teschl-Hofmeister.

Noch keine generelle Besuchs-Erlaubnis

Das bedeute nicht, dass es nun wieder eine generelle Erlaubnis für Besuche in Pflegeeinrichtungen gibt, schränkt die Landesrätin ein. "Es sind dies aber nun erste Lockerungen, die ein baldiges Wiedersehen ermöglichen sollen. Wir befinden uns immer noch inmitten einer noch nie dagewesenen gesundheitlichen Krise." Die Gesundheit von Bewohnern und Mitarbeitern hätte nach wie vor oberste Priorität.

Richtlinien für Besuche

Um das Infektionsrisiko weiterhin niedrig zu halten wurden Richtlinien bezüglich Aufenthaltsdauer, Verhalten und Hygiene festgelegt. 

  • Alle Personen, die die Pflege-, Betreuungs- und Förderzentren zu Besuchszwecken betreten wollen, müssen Zutritts- und Austrittskontrollen durchlaufen. 
  • Diese beinhalten etwa das kontaktlose Fiebermessen. 
  • Alle Besucher, die Symptome aufweisen oder in den letzten vier Wochen Kontakt zu Covid-19 positiv getesteten Personen hatten, dürfen die Einrichtungen nicht betreten. 
  • Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie das Desinfizieren der Hände ist Pflicht.
  • Besuche werden im ersten Schritt nur einzeln stattfinden können. 
  • Es wird es zeitliche Beschränkungen für die Besuche geben: Für Besuche im Außenbereich und Kontakt durch Besucherfenster stehen maximal 30 Minuten zur Verfügung. Wenn eine Begegnung im Freien nicht möglich ist, dann sind Besuche innerhalb der Räumlichkeiten, auch in vorgesehenen Besucherräumen, mit einer Dauer von maximal 15 Minuten gestattet, wenn es die individuellen Umstände erlauben. 
  • Bewohnerinnen und Bewohner, die das eigene Einbettzimmer nicht mehr verlassen können, dürfen Besuch ausschließlich in Begleitung von Fachpersonal empfangen. 
  • Die Besucherinnen und Besucher müssen entsprechende Schutzausrüstung (Schutzkittel und Mund-Nasen-Schutz) tragen. 
  • Zudem ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Meter einzuhalten.  

Ausnahmen wird es hinsichtlich des Besuches von Menschen in ihrer letzten Lebensphase sowie für Palliativpatientinnen, -patienten und bei Sterbebegleitung geben.