Betreut in den Ferien. Mehr als die Hälfte der Gemeinden in NÖ bieten im Sommer Ferienbetreuung an. Viele davon in der Schule.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 16. Mai 2019 (11:35)
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Begeistert von der Ferienbetreuung in NÖ: Pyhra-Volksschuldirektorin Simone Schneider, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bürgermeister Günter Schaubach mit Filip und Amanda.

„110.000 Schüler haben eine lange Ferienzeit vor sich“, so Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. So lange, dass es sich mit der Urlaubszeit der Eltern nicht ausgeht.

Die gute Nachricht: „70 Prozent aller Gemeinden bieten Ferienbetreuung an.“ In 57 Prozent der Gemeinden gibt es für schulpflichtige Kinder eine Ferienbetreuung mit durchgehendem Betreuungsangebot, von Montag bis Donnerstag bzw. von Montag bis Freitag. In zwei Drittel davon in der Schule. Wie zum Beispiel in Pyhra.

Hier gibt es Ferienbetreuung seit 2015. „Wir haben zwei hervorragende Freizeitpädagoginnen“, verrät Bürgermeister Günter Schaubach. Die Freizeitpädagoginnen vom Familienland sind während der Schulzeit und auch in den Ferien für die Kinder da. Das sorge für ein vertrautes Umfeld. Betreuung gibt es heuer erstmals vier Wochen durchgehend. Damit wird dem Wunsch der Eltern Rechnung getragen. „Die Betreuung wird mit viel Geduld und Kreativität gestaltet“, ergänzt Volksschuldirektorin Simone Schneider.

Unterstützung und Förderung

Die NÖ Familienland GmbH bietet Gemeinden pädagogische Unterstützung. Unter anderem in Form einer Mappe mit Ideen zum Spielen, Infos zu rechtlichen Fragen usw. 2019 kooperiert das Familienland mit 82 Gemeinden mit 195 eingesetzten Freizeitpädagogen. Und: Das Familienland ist auch erster Ansprechpartner für alle, die neu eine Ferienbetreuung anbieten wollen.

Übrigens gibt es auch immer mehr Gemeinden, die miteinander kooperieren und gemeinsam Ferienbetreuung umsetzen.

Bei einer Studie des Instituts für Familienforschung wurden Eltern befragt, was für sie wichtig sei. Und das ist unter anderem eine wohnortnahe Betreuung. Die Unterstützung in den Ferien wird gebraucht. „Die Gemeinden sind sehr gefordert und auch gefördert“, so Teschl-Hofmeister. Seit den 1990er-Jahren fördert das Land Ferienbetreuung. Für eine Kindergruppe gibt es 250 Euro pro Woche im Rahmen der NÖ Ferienbetreuungsaktion, für jene, die sie vier Tage durchgehend anbieten. 2015 kostete das Land NÖ das 240.000 Euro, 2018 waren es bereits 370.000 Euro.

Der Elternbeitrag liegt bei durchschnittlich 50 Euro pro Woche. Dazu kommt noch der Essensbeitrag mit durchschnittlich 4 Euro am Tag, also 20 Euro in der Woche.

Event-Tipps:

  • 15. bis 19. Juli: Kinder Business Week in St. Pölten. Im Rahmen von Workshops und Ideenwerkstätten können Kinder die bunte Welt der Wirtschaft und Berufe kennenlernen. Infos und Anmeldung: www.kinderbusinessweeknoe.at
  • 26. Mai: Straßenfest am Weltspieltag im Kulturbezirk St. Pölten. Mit dabei sind Clowns, Luftballonkünstler, Rätselrallye, Spiel- und Bewegungsstationen. www.noe-familienland.at