Erstellt am 05. Juni 2018, 01:15

von Michaela Fleck

„Höhenflüge“ zeigt das Land aus der Luft. Vom Hubschrauber aus hat Stefanie Grüssl auch Niederösterreichs Kulturschätze fotografiert – vom Semmering bis Schloss Hof.

Das barocke rosa Rathaus von St. Pölten  |  Stefanie Grüssl/BHÖ; mit Dank an die BM.I-Flugpolizei

Für den Doppeladler mit den Goldschwingen stand sie am Dach der Hofburg. Für den Glocknergipfel zwischen Schnee und Sonne saß sie im Hubschrauber. Und dazwischen, zwischen dem Coverfoto und dem letzten Bildbandbild? War Stefanie Grüssl in der Luft. Mit der Flugpolizei, auch mit dem Bundesheer. Und drückte ab.

„Höhenflüge“ heißt der zugehörige Bildband, der Ende Juni im Amalthea Verlag erscheint. Und der ein paar Tage später auch als Gastgeschenk von Österreichs EU-Präsidentschaft nach ganz Europa reist.

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Fotografin und Autorin Stefanie Grüssl reiste dagegen vier Jahre lang durch die Luft. Und dokumentierte erst für Österreichs Burghauptmannschaft (kurz: BHÖ), die das Kulturerbe im Bundesbesitz verwaltet, Schlösser (von Schönbrunn bis Schloss Hof) und Hofburgen (von Wien bis Innsbruck). Dann alle Landeshauptstädte, Rathäuser, Ministerien, Uhrtürme, Lindwürmer. Aber auch Ziegelteiche (in Mödling), Donauschleifen (in Persenbeug), Heidentore (in Carnuntum), Schlossparks (in Laxenburg), Äcker (in Hafnerbach) oder Bahnhöfe (in Wiener Neustadt).

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„Das war oft unglaublich stressig“, erzählt die Steirerin mit Klosterneuburger Wurzeln, die im Wirtschaftsministerium arbeitet und für ihr Projekt zum Teil mit zwei Kameras durchs Hubschrauberfenster knipste, „aber auch unglaublich schön“. Wie das Krausel-Viadukt nach der Kalten Rinne an der Semmeringbahn, eines von Stefanie Grüssls Lieblingsbildern. „Das hab ich so noch nie gesehen!“

Stefanie Grüssl: „Höhenflüge“, herausgegeben von der BHÖ, 160 Seiten, Amalthea Verlag, 26 Euro.