Erwin Pröll: Über den Neuanfang. Wie funktioniert das Loslassen von der Politik? Wie ging die Familie Erwin Prölls mit der Veränderung um? Und wie ist der Rücktritt als niederösterreichischer Landeshauptmann Anfang 2017 vonstattengegangen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Journalistin Barbara Stöckl. Entstanden ist so das Buch „Außer Dienst. Ein neuer Anfang“.

Von Sophie Kronberger. Erstellt am 31. Januar 2020 (16:40)
Barbara Stöckl und Erwin Pröll präsentierten am 28.1. das Buch „Außer Dienst. Ein neuer Anfang“.
Markus Spitzauer

„Ich vermisse nichts“, erzählt Erwin Pröll bei der Buchpräsentation am 28.1. im Wiener Ringturm im Gespräch mit Barbara Stöckl. Denn nach 37 Jahren in der Politik konnte er alle „Höhen und Tiefen auskosten“. Ein bisschen Platz für Erinnerung und Wehmut sei aber da: „Der Mensch ist schließlich keine Maschine.“

„Außer Dienst. Ein neuer Anfang“ behandelt den neuen Lebensabschnitt Prölls und die Veränderungen, die damit einhergingen. Gleichzeitig kann das Buch auch als eine Art Leitfaden für den Rückzug aus Führungspositionen verstanden werden.

„Ich bin zwar kein Lebensberater, aber die Pension ist doch eine Lebensphase, die jeden irgendwann betrifft“, so Pröll. Ein klarer Zeitplan, viel Disziplin und die Wahl des richtigen Zeitpunkts sind seine Tipps.

Denn schon zu Beginn von Prölls politischer Karriere bekam von seinem „politischen Vater“ Andreas Maurer den Ratschlag, sich früh Gedanken zum Abschied zu machen. „Es ist schwierig in die Politik reinzukommen. Noch schwieriger ist es, wieder herauszukommen“, so Maurer damals.

In den letzten 100 Tagen vor seinem Rücktritt am 17.1.2017 führte Erwin Pröll Tagebuch protokollierte so Gedanken und Ereignisse. Auch dieses bisher unveröffentlichte Material ist im Buch zu finden.