Das Land sperrt wieder auf. Der Lockdown endet am 2. Mai. Zwei Wochen später soll in Gastro und Co. wieder Leben einkehren.

Von Lisa Röhrer, Michaela Fleck und Norbert Oberndorfer. Erstellt am 27. April 2021 (07:44)
Das Bier im Schanigarten wartet schon: Wirte und Heurige dürfen ab 19. Mai unter Auflagen ihre Schanigärten aufsperren.
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Nach sechs Monaten abwechselnd harten und weichen Lockdowns soll das öffentliche und gesellschaftliche Leben nun wieder hochgefahren werden. Als erste bekamen Schüler und Lehrer ein Stück Normalität zurück. In den Schulen wurde am Montag wieder der Präsenzunterricht aufgenommen. Auch in den Musikschulen wird seither wieder vor Ort musiziert.

Die zum wochenlangen, harten Lockdown verlängerte „Osterruhe“ geht am Montag zu Ende. Am 3. Mai dürfen der Handel und körpernahe Dienstleister wie Friseure wieder aufsperren. Ebenso Museen , Bibliotheken , Büchereien , Archive und Galerien . Konkret wollen etwa Kunsthalle und Landesgalerie an der Kremser Kunstmeile am 4. Mai öffnen, ebenso das Museum NÖ in St. Pölten. Das Karikaturmuseum feiert schon am 3. Mai wieder mit Publikum sein Jubiläumsjahr, und die Schallaburg reist auch ab 3. Mai wieder in die Ferne. Testpflicht soll es dort weiterhin keine geben.

Bundesweite große Öffnungsschritte sollen ab dem 19. Mai erfolgen – in fast allen Bereichen. Die Bundesregierung skizzierte dazu in der Vorwoche den Plan, auch wenn die Verordnung noch fehlt. Den Anfang machen die Schulen. Dort soll ab 17. Mai für die verbleibenden sechs Wochen bis zum Schulschluss wieder normaler Betrieb herrschen. Schichtbetrieb und geteilte Klassen sind (vorerst) Geschichte.

In der Gastronomie müssen alle Betreiber ein Präventionskonzept erstellt und einen Covid-19-Beauftragten ernannt haben. An einem Tisch werden vier Personen (plus Kinder) Platz nehmen dürfen, im Außenbereich maximal zehn Personen an einem Tisch. Die Konsumation ist nur im Sitzen erlaubt, Buffets können betrieben werden. Gastro-Angestellte müssen eine FFP2-Maske tragen, mit gültigem Test reicht auch ein Mund--Nasen-Schutz. Noch keine Aussicht auf Öffnung hat die Nachtgastro: Sie bleibt weiter zu.

Theater, Kinos und andere Kulturveranstalter sollen ab 19. Mai wieder vor Publikum spielen – mit Abstand, Masken, Tests, maximal 50 Prozent Auslastung und nur bis 22 Uhr. „Wir machen auf, sobald wir dürfen“, meint man dazu in der Kulturabteilung des Landes. Im Landestheater spricht man gar von einem „Befreiungsschlag“ – und hat bis Saisonende auch noch zwei Uraufführungen am Premierenplan.

Veranstaltungen dürfen outdoor mit maximal 3.000 und indoor mit maximal 1.500 Personen durchgeführt werden.

Rein darf, wer geimpft, genesen oder getestet ist

Als Türöffner nannte die Politik die mittlerweile zügiger voranschreitende Impfung. Das Bier im Gasthaus oder die Aufführung im Theater genießen darf außerdem nur, wer genesen, geimpft oder getestet ist. Selbsttests, die nicht älter als 24 Stunden sind, sollen nach aktuellem Stand jedoch auch als Eintrittstest akzeptiert werden. Begleitet werden alle Öffnungsschritte zudem mit „strengen Sicherheitsmaßnahmen“, wie Kanzler Kurz ankündigte. In allen genannten Bereichen gilt FFP2-Masken- und Registrierungspflicht. Die Kontaktdaten müssen im Lokal oder beim Event angegeben werden. Sperrstunde ist sowohl in der Gastro als auch bei Events um 22 Uhr.

Viele Öffnungsschritte gibt es zudem im Sport: