36 Prozent können von zuhause arbeiten. Österreicher haben weniger Einschnitte in die Lebensplanung, als in anderen Ländern aber auch weniger Möglichkeiten für Homeoffice.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion BVZ.at. Erstellt am 19. Januar 2021 (09:16)
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Das Ende des Lockdowns ist noch nicht abzusehen. Einschränkungen, die einerseits notwendig sind, bedeuten für den einzelnen: Wieder abwarten, wieder Entscheidungen hinauszögern oder Pläne gar ad acta legen. Bereits im ersten Jahr ging die Pandemie für viele Hand in Hand mit tiefen Einschnitten. Die jedoch waren aber der aktuellen Umfrage der ING zufolge in Österreich nicht so massiv, wie in den anderen 12 untersuchten europäischen Ländern.

Was z.B. den Zeitpunkt des Pensionsantritts betrifft, zeigt sich Österreich am stabilsten. Während die Pandemie für jeden vierten Österreicher nichts an den Pensionierungsplänen ändert, ist es im Durchschnitt der anderen Länder jeder Fünfte.

Ebenso wenn es um einen Jobwechsel geht: Für 24% der Österreicher ändert die Pandemie nichts an dem Plan, den Arbeitgeber zu wechseln – im Durchschnitt sind es aber nur 18%.

Auch finanziell besser aufgestellt

Abseits von der emotionalen Belastung, sind die Österreicher auch finanziell besser aufgestellt. Zum Jahresende gaben 20% der repräsentativ befragten Österreicher an, aufgrund der Pandemie bereits finanzielle Probleme gehabt zu haben. Im Durchschnitt waren es 29%.

24% der Österreicher erwarten noch finanzielle Probleme, 30% sind es im Durchschnitt der befragten 13 europäischen Länder.

Aber: Weniger Heimarbeitsmöglichkeiten

In einem Punkt jedoch liegen wir unter dem Durchschnitt: Während im Europaschnitt 40% angaben, von zuhause arbeiten zu können, sind es hierzulande 36%.

„Digitalisierung und Agilität muss in Österreich weiter vorangetrieben werden. Das hat die Pandemie klar gezeigt. Bei der ING haben wir innerhalb kürzester Zeit weltweit die Umstellung auf Homeoffices geschafft und den Betrieb nahtlos fortgeführt“, kommentiert Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich.

Ein genauerer Blick auf die Österreichdaten zeigt: Je jünger, desto mehr Österreicher können von zuhause arbeiten.

Bei den Bundesländern führt das Burgenland. Hier gaben 45% der Befragten an, von zuhause arbeiten zu können. Schlusslicht ist Salzburg mit 27%.