NÖ testete am eifrigsten. 575.824 Menschen, so viele wie in keinem anderen Bundesland, ließen sich in Niederösterreich einen Abstrich entnehmen. Positiv waren nur 0,15 Prozent der Proben.

Von Lisa Röhrer. Update am 15. Dezember 2020 (09:36)
Die Corona-Massentest-Beteiligung in ganz Österreich.
zstock/Shutterstock.com; NÖN-Grafik: Bischof

Mehr als ein Drittel der über 1,5 Millionen zum Massentest geladenen Landsleute folgte dem Ruf und ließ sich auf das Coronavirus testen. Damit ist NÖ Test-Meister; wenngleich alle Bundesländer von der seitens der Regierung erhofften Beteiligung von 60 Prozent weit entfernt sind. Auf Platz zwei folgt Tirol mit 32 Prozent, Schlusslicht ist Wien mit nur 13,5 Prozent Beteiligung (siehe Grafik).

Die Quote der positiv Getesteten ist gering. Von den 575.824 durchgeführten Tests fielen 836 positiv aus. Das sind 0,15 Prozent. Bei etwa 70 Prozent der positiven Schnelltests ist das Ergebnis laut Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer von Notruf NÖ, durch die anschließenden PCR-Untersuchungen bestätigt worden.

Pernkopf: "Echten Kraftakt hingelegt" 

Positiv fällt auch die Bilanz der politischen Verantwortlichen aus. „Wir haben einen echten Kraftakt hingelegt. Fast 600.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher haben das dritte Adventwochenende für ihre Gesundheit und die ihrer Lieben genutzt. Das ist ein kräftiges Zeichen im Kampf gegen die Pandemie“, zeigt sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) zufrieden. Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) betont, dass man so viele symptomlos Infizierte finden konnte.

Die Organisation, für die die Gemeinden verantwortlich waren, habe an allen 1.200 Standorten perfekt geklappt. Zu Spitzenzeiten seien bis zu 850 Tests pro Minute gemacht worden.

Eine zweite Runde der Massentestungen hat die Bundesregierung bereits angekündigt – von 8. bis 10. Jänner. Bis dahin soll daran gearbeitet werden, die Test-Muffel zu mobilisieren. Während Königsberger-Ludwig auf Bewusstseinsbildung setzt, ist für Pernkopf ein System mit Anreizen und Konsequenzen vorstellbar. Von 50 Euro für alle, die sich testen lassen, hält er aber nichts: „Man kann Hausverstand nicht durch Bargeld ersetzen.“

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