Tipps, um geistig fit zu bleiben . Sein Gehirn trainieren kann man bis ins hohe Alter, Tipps dazu gibt es auch von Experten.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 21. August 2018 (00:22)
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Hilfreich sein kann zum Beispiel ein Memory-Spiel.

Lesen, Rätsel lösen, Sprichwörter aufsagen … „Der Geist gehört gefordert. Bis ins hohe Alter“, ist Andrea Pomberger, Expertin beim Demenz-Service NÖ, überzeugt. Zum Beispiel mit Gedächtnisübungen. Man kann „Stadt, Land, Fluss“ spielen, rechnen oder die Einkaufsliste checken. Man kann Sprichwörter aufsagen, Texte lesen und danach überprüfen, was man sich davon gemerkt hat, oder Memory spielen. Man kann Baumarten aufzählen, aber auch tanzen gehen. Denn: „Das Soziale ist wichtig.“

Der Demenz-Folder rät etwa dazu, Kreuzworträtsel zu lösen, Gedächtnisspiele oder Sudoku zu spielen, zu lesen, vielleicht eine neue Fremdsprache zu lernen, ein Musikinstrument zu spielen. Und: „Probieren Sie alles aus, wofür Sie noch nie die Zeit gefunden haben!“

Wie eine positive Lebenseinstellung, Antrieb und Lebensfreude. „Bei denen, die das geschafft haben, zeigt sich: Das ist ein anderes Altwerden“, weiß Pomberger aus Erfahrung. Sie würden auch allein gut zurecht kommen und eine gute Gedächtnisleistung haben.

Man kann auch bei anspruchsvollen Gedächtnistrainingsgruppen mitmachen. Da geht es um Konzentration, Wortfindung, Erinnern und Merken. „Das macht Spaß und man kann zeigen, was man kann.“

Ein gesunder Lebensstil

Eine wichtige Rolle spielen auch ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung, weniger Alkohol, Blutdruck … „Wer gesund lebt, tut auch seinem Gedächtnis nachweislich etwas Gutes. Die Initiative „Tut gut!“ zeigt, was man für die eigene Gesundheit tun kann, um geistig fit, bis ins hohe Alter, zu bleiben“, betont NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Eichtinger.

Man kann etwa flott spazieren gehen, etwa 30 Minuten am Tag mindestens fünf Tage in der Woche, Bein und Po kräftigen.

Und wenn schon jemand von Demenz betroffen ist? Dann, so rät Pomberger, sollte man sich an Experten wenden. Zum Beispiel über die Demenzhotline oder mobile Dienste kann man sich nach passenden Ansprechpartnern erkundigen.

Denn: „Jedes Gedächtnistraining muss auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt sein.“ Es kommt auch darauf an, in welchem der sieben Stadien der Demenz sich der Betreffende befindet. Es geht um die Lebensqualität von Menschen, die oft auch andere Erkrankungen und Beschwerden haben.