Ein Heiliger und viele Vorbilder. Zum 17. Mal hat die NÖN heuer ihren Leopold vergeben – an besondere Menschen wie der NÖ Landespatron.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 15. November 2016 (03:17)
NOEN, Erich Marschik
Die NÖN-Leopold-Preisträger 2016 und ihre Paten (stehend): Hubert Köttritsch, Thomas Prigl, Günter Leitsberger und Wolfgang Ladenbauer von der Bergrettung NÖ/Wien, Projektleiter Klemens Hofer von der PTS Mistelbach, DOKA-Group-Geschäftsführer Jürgen Obiegli, Landeshauptmann Erwin Pröll, NÖ Pressehaus-Geschäftsführer Friedrich Dungl, Autor Peter Turrini, NÖ Pressehaus-Geschäftsführerin Lydia Gepp und NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart (von links nach rechts). Davor knieend: Jung-Feuerwehrmann Dominic Kralovec und die Mistelbacher PTS-Schüler Werner Schreiber, Julian Wilfing, Manuel Kleedorfer und Amer Selimovic.

So alt wie sein prominenter Namensgeber ist er noch nicht. Der, Österreichs Markgraf und Niederösterreichs Landespatron, Leopold III., wäre heuer schon 943 Jahre alt geworden.

Der NÖN-Leopold ist erst 16. Und trotzdem ein ganz Besonderer im Land. Als er im Jahr 2000, in der Premierengala im Melker Stift, zum ersten Mal verliehen wurde, war das für seine Initiatoren, die NÖ Nachrichten, auch ein Auftrag.

„Der NÖN-Leopold ist auch so etwas wie eine Mut-Injektion auf breitester Ebene!“

Landeshauptmann und NÖN-Leopold-Pate der Kategorie „Unsere Zukunft“ Erwin Pröll

Der „Auftrag, Akzente zu setzen“. Und der Wille, „nicht nur vierte Kraft zu sein, sondern das Land mitzugestalten“. Einer dieser Akzente, so NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart, „war der NÖN-Leopold“.

Der wurde vergangenen Montag zum mittlerweile 17. Mal verliehen. Nicht im Rahmen einer glanzvollen Gala wie in seinen Anfangsjahren („das waren schöne Feste“). Auch nicht im Rahmen eines kleinen Mittagessens wie in den letzten Jahren. Sondern im Rahmen einer „schönen Feierstunde“, wie Moderator Andy Marek gleich zu Beginn versprach.

NOEN, Erich Marschik
Der NÖN-Leopold in Bronze.

Zu der waren nicht nur Wegbegleiter, Jurymitglieder und natürlich die diesjährigen Preisträger gekommen. Zu der war auch Niederösterreichs Landeshauptmann gekommen, der schon seit 16 Jahren die Patenschaft für einen der insgesamt fünf NÖN-Leopold-Preise übernommen hat.

Für ihn sei der NÖN-Leopold „ein wichtiges Zeichen, das einen wach rüttelt und das einem die Augen öffnet“, so Erwin Pröll. Und der heilige Leopold „jemand, an den man sich anlehnen kann – auch wenn noch so viele Jahrhunderte vergangen sind“. Denn: Es sei gerade heute immer wichtiger, „dass wir uns an Vorbildern orientieren“.

„Gott sei Dank gibt es bis zu dieser Stunde Vorbilder – sonst wäre der Saal hier ja leer!“

Abtprimas Bernhard Backovsky

Über Vorbilder sprach auch ein anderer Ehrengast im festlichen Forum der NV-Versicherung, wo der NÖN-Leopold 2016 verliehen wurde. Und zwar Abtprimas Bernhard Backovsky aus dem Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg.

„Gott sei Dank gibt es bis zu dieser Stunde Vorbilder – sonst wäre der Saal hier ja leer!“ Wobei „sein“, nämlich Klosterneuburgs Stift-Gründer und Niederösterreichs Landespatron, der heilige Leopold, „in unserer Erinnerung weiterlebt“. Auch, weil er „ein Mensch war, der mitten im Leben stand“. Und noch heute zu bestaunen sei, „wie er das geschafft hat“. Für den Abtprimas sei der 1073 in Gars geborene und 1136 in Klosterneuburg gestorbene Leopold „nicht eine Gestalt irgendwann in der Geschichte. Sondern: Wir dürfen ihn mitnehmen in unsere Zukunft!“

Stichwort: Zukunft. Um die geht es nicht nur in einer der sechs Kategorien, in der der NÖN-Leopold jedes Jahr vergeben wird – und für die Niederösterreichs Landeshauptmann jedes Jahr Pate steht. Um die ging es auch in den Würdigungsreden, die die NÖN-Leopold-Laudatoren heuer hielten. Einer davon, Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, stellte etwa fest: „Eine Gesellschaft, die solche Vorbilder hervorbringt, braucht sich um ihre Zukunft keine Sorgen zu machen.“

Der NÖN-Leopold-Preisträger 2016 in der Kategorie Wirtschaft, der Geschäftsführer der in Amstetten beheimateten DOKA Group Jürgen Obiegli, meinte in Hinblick auf die internationalen Geschäfte des Unternehmens: „Wer keinen Hafen hat, hat keine Zukunft. Und unsere Wurzeln, unser Hafen ist hier!“

Und von den NÖN-Leopold-Preisträgern 2016 in der Kategorie Unsere Zukunft hätten, wie Projektleiter Klemens Hofer von der Polytechnischen Schule, kurz: PTS Mistelbach stolz erzählte, gleich mehrere schon zukunftsträchtige Jobs in der Wirtschaft.

Stolz war man auch bei der Verleihung der NÖN-Leopold-Preise 2016. Nicht nur auf die Menschen, die Herausragendes geleistet haben und dafür geehrt wurden. Auch auf die vielen „Einzelleistungen“, wie Landeshauptmann Erwin Pröll meinte. Und auf den NÖN-Leopold.

Der zeige, „wie stark diese Gesellschaft ist“, so NÖN-Chefredakteur Martin Gebhart. Und wie sich das Land des Leopolds entwickelt habe, vom Land um Wien und am Eisernen Vorhang zum Land im Mittelpunkt Europas.

Der NÖN-Leopold stehe aber auch dafür, dass „die Menschen stolz auf ihr Land sein wollen“. Und, so Gebhart weiter: „Wir sind stolz, heute die NÖN-Leopold-Preisträger ehren zu dürfen!“