Eric Papilaya: Funky in Neulengbach.

Von Verena Randolf. Erstellt am 27. Februar 2018 (02:35)
Sänger Eric Papilaya lebt seit kurzem in Neulengbach, wo er nach 16 Jahren in Wien einen Rückzugsort „mitten im Grünen mit toller Aussicht“ gefunden hat.
F. Matern

„Mein Traum war es immer, Konzerte zu spielen und genügend Leute im Publikum zu haben, denen gefällt, was ich tue.“ Sänger Eric Papilaya ist einer von denen, die in Österreich so etwas wie Star-Status haben – auch wenn sich der gebürtige Oberösterreicher nicht viel aus Magazin-Covern, von denen er ab und an lächelt, macht.

Seit seiner Teilnahme bei der ORF-Casting-Show Starmania ist Papilaya Musikinteressierten ein Begriff. Seit er Österreich 2007 beim Songcontest in der finnischen Hauptstadt Helsinki vertrat, kennen ihn so gut wie alle. Auch wenn Papilaya damals mit dem unrühmlichen vorletzten Platz im Semi-Finale ausschied, gelang es dem gelernten Grafiker, seither von seiner Musik zu leben.

Aktuell arbeitet Papilaya an mehreren Projekten. Über eines darf er noch nicht sprechen – die Arbeit an einer Pilot-Serie, bei der er selbst moderiert und als Musiker auftritt, ist noch nicht in trockenen Tüchern. („Bevor noch nicht alles unterschrieben ist, will ich nicht zu viel preisgeben.“) Mit den beiden anderen erfüllt er sich Herzenswünsche: „Es gibt zwei Musikrichtungen, die mir besonders viel bedeuten“, erzählt der Sänger. „Funk und Swing.“

"Es ist nicht immer alles eitel Wonne, Sonnenschein bei uns"

Ersteres bedient er mit seiner Band Q, die in diesem Jahr ihr erstes Album veröffentlicht und in Richtung Earth, Wind and Fire auf deutsch geht. Zweiteres mit The Rats are back: An der Seite der Ex-Moderatoren Volker Piesczek und Norbert Oberhauser swingt Papilaya gemeinsam mit Big Band-Leader Pepe Schütz im Stile von Frank Sinatra, Dean Martin und Co.

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe, bei der auch mal die Fetzen fliegen: „Es ist nicht immer alles eitel Wonne, Sonnenschein bei uns, nein“, lacht der Sänger. „Wir sind zu viert, jeder von uns hat eigene Vorstellungen und muss hin und wieder Abstriche machen.“ Was allerdings bemerkenswert sei: „Auch wenn die Stimmung mal angekratzt ist, sobald wir auf der Bühne stehen, haben wir wirklich Spaß miteinander. Da steckt keine Show dahinter und solange das so ist“, bekräftigt der Musiker, „will ich auf jeden Fall weitermachen.“

Sein erstes Konzert in Neulengbach, wo der 39-Jährige seit rund einem Jahr wohnt, wird er allerdings ohne seine „Ratten“ bestreiten. „Dafür kommen jede Menge anderer musikalischer Freunde inklusive meiner Ehefrau, die ebenfalls Sängerin ist.“

Am 16. März in der Bühne im Gericht in Neulengbach.