Hilde Dalik: Das neue „Vorstadtweib“.

Von Verena Randolf. Erstellt am 09. Januar 2018 (02:01)
ORF/Thomas Ramstorfer
Schauspielerin Hilde Dalik ist im niederösterreichischen Gießhübel aufgewachsen, wo sie nach wie vor gerne ihre Freizeit verbringt.

„Hey, du bist doch …?!“ hätten auch jetzt schon viele gefragt. Und das, obwohl sich Hilde und „Vanessa“ gar nicht so ähnlich sehen: „Kürzere Haare, Brille, sie zieht sich anders an und außerdem war sie schwanger“, erklärt Schauspielerin Hilde Dalik die äußeren Merkmale, die sie von ihrem Alter Ego „Vanessa“, die sie in den Vorstadtweibern verkörpert, unterscheiden.

Seit Anfang dieser Woche die dritte Staffel der ORF-Serie gestartet ist, wird sich für Dalik vermutlich einiges ändern: Sie gehört nun zum Hauptcast der Serie, die im ORF und ab 6. Februar auch im ARD ausgestrahlt wird. Beim Sendestart der zweiten Staffel sahen allein in Österreich rund 900.000 Menschen zu, die erste Staffel verfolgten durchschnittlich rund vier Millionen Zuseher in Deutschland.

„Es freut mich, wenn mich Leute erkennen und mich auf meine Arbeit ansprechen. Es motiviert mich und es ist immer nett mit Menschen zu reden, denen gefällt, was man macht.“

In ihre Rolle ist Dalik während der Drehtage im Herbst 2016 und Sommer 2017 richtig hineingewachsen: „Ich finde, es ist einer der spannendsten Aspekte im Schauspielberuf, dass man immer wieder neue Charaktere erforschen kann: Zu sehen, wie eine Figur mit Problemen umgeht, welche Werte sie vertritt und welche Ideale sie hat, auch zu sehen, wie sie scheitert, ist faszinierend.“

Und Potenzial zu scheitern gibt es für das Neo-Vorstadtweib zu Hauf: „Ich darf noch nicht so viel verraten, aber was ich sagen kann, ist, dass ‚Vanessa’ noch einmal ganz von vorne anfangen muss. Sie ist ja kein richtiges Vorstadtweib und hat einen anderen Hintergrund als die anderen, deswegen ist ihr der soziale Aufstieg sehr wichtig.“ Die Ziele, die ihre Figur verfolgt, seien nicht unbedingt jene, die der gebürtigen Niederösterreicherin, die 2018 ihren 40. Geburtstag feiert, selbst wichtig sind.

Was Hilde Dalik persönlich am Herzen liegt: soziales Engagement, vor allem für Flüchtlinge. „Mir ist es ein Anliegen, dass wir als Gesellschaft unsere christlichen Werte ernst nehmen: Dass niemand ausgegrenzt wird, dass das Miteinander im Vordergrund steht. Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, die von Hass bestimmt wird.“

Live zu sehen ist Hilde Dalik unter anderem in den Wiener Kammerspielen an der Seite von Otto Schenk in „Schon wieder Sonntag“.