Walter Reiterer: Ins Fernsehen wider Willen. Seit zehn Jahren ist er im Fernsehsender Puls 4 das Gesicht für Live-Footballberichterstattung: Walter Reiterer.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 24. Juli 2018 (01:55)
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„Zuerst wollte ich es aber gar nicht machen“, gibt der Moderator zu, „aber meine damalige Freundin meinte: ‚Das machst du jetzt, sonst verlasse ich dich‘“. Die Freundin habe ihn zwar dennoch verlassen, aber er ist zu Puls 4, erzählt er lachend.

Reiterer ist in Wimpassing, Bezirk Neunkirchen, geboren. „Da gibt es 15 Häuser, 200 Schweine und einen Haufen Hühner“, scherzt Reiterer über seine Heimat, die er regelmäßig besucht. „Ich kümmere mich dort um meine Großmutter.“

Seine Liebe zu Football wurde schon vor Jahrzehnten geweckt. Reiterer arbeitete in einem Plattengeschäft und dort hingen immer Plakate, um die Spiele der „Vikings“ zu bewerben. „Da bin ich mal zum Spiel und es hat mir gefallen!“ 2005 startete Reiterer seinen eigenen Football-Blog „Football-Austria“, den es nach wie vor gibt. Momentan das Hauptthema dort: Das Finale der Austrian Football League, das vergangenes Wochenende in St. Pölten stattgefunden hat. Das sei ein Spektakel für die meisten Zuschauer gewesen, so Reiterer. „Es bleibt zu hoffen, dass die Defense in zwei Wochen bei der EM mehr zubeißt, denn da stand ja auch ein Großteil des Nationalteams am Feld“, analysiert er das Spiel.

Reiterer ist nicht nur von Football begeistert

Nicht nur von Football, sondern von Sport generell ist Reiterer begeistert. Seit 2017 ist er auch Pressereferent für die Austrian Baseball Federation. Im letzten Jahr ging er also seiner Liebe zu Baseball nach, aber auch der zu seiner Frau Giovanna, die er im Sommer heiratete. „Wir lieben uns wirklich sehr“, schwärmt Reiterer.

Die Moderationen von Reiterer und seinem Kollegen Michael Eschlböck auf Puls 4 zeichnen sich durch viel Witz aus. Viel Vorbereitung ist notwendig: „Ich schaue mir davor von jeder Mannschaft Spiele an.“ Viele der 50.000 bis 60.000 Zuschauer hätten Ahnung vom Spiel, „und da will ich schon Inhalte liefern“. Zu Beginn vor zehn Jahren habe er sich mehr verclownt. „Mittlerweile gehen wir mehr in Richtung ‚Sportsendung mit Unterhaltungsfaktor‘“.

Das kommt beim Publikum an, denn 2015 gewannen er und Eschlböck den Fernsehpreis „Romy“. Bis zur ersten Sendung am 9. September möchte er wieder ins Jackett vom Vorjahr reinpassen: „Ein bisschen eitel wird man beim Fernsehen doch.“