Erstellt am 10. Januar 2017, 02:36

von Verena Randolf

Tricky Nicky: Zauberer mit Platin-E-Card.

Zauberkünstler Tricky Nicky ist im 3. Wiener Gemeindebezirk aufgewachsen und lebt seit vergangenem August in einem Haus in Perchtoldsdorf.  |  F. Matern

Eine VHS-Kassette mit dem Titel „Zaubern für Anfänger“. Die stand am Beginn: „Ich habe mir die Kassette angeschaut und war sofort begeistert“, erzählt Zauberkünstler Tricky Nicky, „… und später: Auch, wenn es mir mal schlecht ging – immer, wenn ich auf der Bühne stand und zaubern konnte, fühlte ich mich gut. Mein Umfeld war glücklich und gut drauf, wenn es mir zusehen konnte und ich war es damit gleichermaßen auch.“ Seinen ersten Auftritt hatte er im Kindergarten mit seiner 15 Jahre jüngeren Schwester.

Im Moment arbeitet der Zauberkünstler an seinem dritten Soloprogramm „Hypochondria“, mit dem er am 4. März in der St. Pöltner Bühne im Hof seine NÖ-Premiere feiert. Einige der Vorstellungen der neuen Show sind bereits ausverkauft: Nach drei Jahren, in denen Nikolas Sedlak – wie er mit richtigem Namen heißt – sein altes Programm „PartnerTausch“ aufgeführt hat, freuen sich seine Fans auf Neues. Wer auf Kaninchen und Zylinder spekuliert, wird aber vermutlich enttäuscht: „Mein Programm hat nichts mit den ursprünglichen Zauberkünstlern zu tun“, stellt er klar.

„Das ärgert mich auch sehr, dass es so viele Vorurteile diesem Fach gegenüber gibt: Die Leute glauben, Zauberer seien etwas für Kinder, sich da zu etablieren und dieses Image abzulegen, war ein harter Kampf.“

Ein Kampf um Akzeptanz beim Publikum, bei den Veranstaltern und auch bei den Kollegen, die am Anfang die Nase rümpften, weil Nicky in Turnschuhen auf der Bühne stand.

Der junge Mann – ursprünglich Medizin-Student – war Quereinsteiger und Auto-Didakt. Als er in England einen Bauchredner auf der Bühne sieht, will er das auch lernen: „Mittlerweile“, so erzählt er stolz, „gibt es vielleicht fünf Bauchredner weltweit, die die Technik so beherrschen wie ich.“

Seine neue Show ist eine Mischung aus Stand-up-Comedy, Zauber-Show, Puppenspiel und Bauchreden. Und der Titel des Stücks „Hypochondria“ kommt nicht von irgendwoher: „Ich bin selber ein ziemlicher Hypochonder“, lacht er, „und habe eine E-Card in Platin.“

Vorpremieren von „Hypochondria“ finden am 20. Jänner im Wilheringerhof in Klosterneuburg statt.