Bischof Schwarz weihte neue Priester. Im St. Pöltner Dom spendete Bischof Alois Schwarz am 29. Juni zum Hochfest der Apostel Peter und Paul den beiden Diakonen Christoph Hofstätter und Alexander Fischer die Priesterweihe.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 01. Juli 2019 (11:27)

Hunderte Gläubige feierten den Weihegottesdienst mit, an dem auch Altbischof Klaus Küng, Weihbischof Anton Leichtfried und der Regens der drei ostösterreichischen Priesterseminare (St. Pölten, Wien und Eisenstadt) Richard Tatzreiter teilnahmen. Mehrere Busse kamen u. a. von den Heimat- und Einsatzpfarren der Neugeweihten, etwa aus Persenbeug, Haag oder Langenhart nach St. Pölten. 

Fischer und Hofstätter dankten den vielen Mitfeiernden für die Begleitung auf ihrem Lebensweg, allen voran ihren Eltern und Familien, den Ausbildnern im Priesterseminar sowie den vielen, die für die beiden gebetet haben. Weiters fühlten sie sich bestärkt, weil viele Geistliche im Dom waren. Das sei ein schönes Zeichen gewesen, weil sie damit eine große Gemeinschaft fühlen würden.

"Nicht mit Schlagzeilen zu vermitteln"

"Darstellend, nicht herstellend, werden ihr Menschen hineinheben in die sakramentale Wirklichkeit unseres Herrn", gab Bischof Schwarz Weihekandidaten in seiner Predigt mit auf den Weg. Priestersein bedeute heute, „von der Jesusfreundschaft zu erzählen“, und aus dieser Freundschaft heraus andere auf ihrem Weg zu begleiten. In unserer Gesellschaft, die so auf Machbarkeit aus ist, sei die heutige Priesterweihe „etwas ganz und gar Außergewöhnliches“, so Schwarz. „Heute, hier, diese Wirklichkeit mit Euch, diese Versprechen, ist etwas, das nicht mit Schlagzeilen zu vermitteln ist“, führte Bischof Schwarz aus. Entscheidend sei, dass „nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir“. Je mehr wir dieses Angewiesen-Sein aufeinander, auf die Menschen um uns, für diese Beziehung verstehen, es „buchstabieren lernen, leben lernen“, so Schwarz, umso mehr entfaltet sich das Leben der Wirklichkeit Gottes mit ihnen. „Ich bin dankbar für Euer ‚Hier bin ich‘“, so Schwarz.

Kurzinfos zu den Neugeweihten

  • Alexander Fischer wurde am 23. 12. 1989 geboren und wuchs in der Pfarre Kirchberg am Walde auf. Er maturierte an der HTL Karlstein an der Thaya. Er studierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten sowie in einem Externjahr an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Am 11. 3. 2018 empfing er die Diakonweihe. Pastorale Erfahrungen sammelte der „Hobby-Organist“ in Maria Anzbach und Eichgraben. Sein Primizspruch lautet: “Quantum potes tantum aude” (lat. Was Du kannst, das sollst Du wagen).

Der Primizgottesdienst in Kirchberg am Walde beginnt am 7. 7. um 9.15 Uhr mit der Prozession vom Hauptplatz zur Kirche. Primizprediger ist Reinhard Knittel. Erteilung des Einzelprimizsegens nach der Vesper um 17 Uhr.

Nachprimiz in Maria Anzbach: 14. 7., 9 Uhr

Nachprimiz in Eichgraben: 28. 7., 10.30 Uhr

  • Christoph Hofstätter wurde am 31. 5. 1980 geboren, seine Heimatpfarre ist Persenbeug. Er erlernte den Beruf eines Tischlers und Technischen Zeichners. Er legte die Studienberechtigungsprüfung ab und studierte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz. Auf verschiedenen Missionsstationen in Namibia absolvierte er ein dreimonatiges Praktikum, das Pastoraljahr schwerpunktmäßig in der Pfarre Haag. Sein Primizspruch lautet “Jesus, ich gebe mich Dir hin, sorge Du”.

Die Primizfeier in Persenbeug beginnt am 7. 7. um 9 Uhr. Primizprediger ist P. Bernhard Vošicky.

Nachprimiz in der Stadtpfarrkirche Haag: 14. 7., 8.45 Uhr. Prediger ist P. Gottfried Hofer OMI.