Tausende bei der „Nacht der 1000 Lichter“. Tausende - vor allem Jugendliche - waren in der Nacht vor Allerheiligen bei der „Nacht der 1000 Lichter“ in der Diözese St. Pölten dabei, die meisten sind es schon seit mehreren Jahren, weil sich das pastorale Konzept bewährt hat, andere machten erstmals mit.

Von Wolfgang Zarl. Erstellt am 01. November 2018 (17:04)

Über 1000 Interessierte – darunter viele der Kirchen Fernstehende – kamen in die großen Pfarren nach Wieselburg oder in die Dompfarre St. Pölten. Auch das Stift Göttweig lockte besonders viele. Kleinere Pfarren wie Viehdorf oder Langenlois berichten ebenfalls von zahllosen Teilnehmern.

Schön: mit 45 Pfarren waren heuer so viele Pfarren in der Diözese St. Pölten dabei wie noch nie. Die "Nacht der 1000 Lichter" vor Allerheiligen ist eine Aktion der Katholischen Jugend und ging im Jahr 2005 in Österreich von der Diözese Innsbruck aus. Sie beruht auf einer einfachen Idee: In der meditativen Stimmung kerzenerleuchteter Kirchenräume können junge und ältere Gläubige je nach ihren Bedürfnissen ruhig werden, nachdenken oder beten.

An eigens gestalteten Stationen erhalten sie dazu Anregungen, sich auf diese Weise auf das Fest Allerheiligen einzustimmen. Die Nacht der 1000 Lichter lebt dabei einerseits von der Wirkung des Raumes – unterstützt durch die vielen Kerzen – und andererseits von den Impulsen bei den unterschiedlichen Stationen. Inspiriert ist die zum 7. Mal durchgeführte "Nacht der 1000 Lichter" von der Lichtfeier der Ökumenischen Gemeinschaft von Taize in Frankreich.

Beginn mit Kinderlichterfeier in Gmünd-Neustadt

Auch in Gmünd-Neustadt fand am 31. Oktober die "Nacht der 1000 Lichter statt". An der Kinderlichterfeier konnten viele Familien begrüßt werden. Thomas Binder von der Katholischen Jugend: "Wir waren begeistert vom großen Interesse in unserer Pfarre. Ein Zeichen, dass Kirche doch interessant sein kann." Über 500 kamen schließlich.

Mehrere Stationen in Steinakirchen

Die "Nacht der 1000 Lichter" war in Steinakirchen eine Gemeinschaftsaktion von Schülern und Lehrern der Neuen Mittelschule und der Katholischen Jugend Steinakirchen. Sie war sehr gut besucht und vor allem junge Familien waren dankbar darüber eine Alternative zu den Halloween zu finden, wie die Veranstalter berichten. Über 500 Teilnehmer kamen, es wurden sowohl die Kirche als auch der Pfarrhof miteingebunden.

Schlange stehen in Wieselburg

Rund 1000 Menschen nahmen lange Wartezeiten auf sich, um den meditativen Weg in der Pfarrkirche Wieselburg zu beschreiten. Pfarrer Josef Kowar zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch, sowohl der Pfarrgemeinderat als auch etliche weitere Freiwillige haben mitgeholfen. Pfarrer Kovar begrüßte jeden Besucher am Eingang persönlich. Besonders beeindruckend war auch das meditative Lichter-Labyrinth vor der Kirche.

Gute Stimmung in Traismauer

Die Stadtpfarre Traismauer lud auch heuer am Samstag, 31. Oktober, zur "Nacht der 1.000 Lichter" ein. Die "Nacht der 1.000 Lichter" begann mit einer Prozession rund um die Stadtpfarrkirche, danach konnte man in der Traismaurer Stadtpfarrkirche durch zahlreich aufgestellte Kerzen in eine ganz besondere Atmosphäre eintauchen.

Nach einer Andacht in der Stadtpfarrkirche und dem Segen luden meditative Musik, Lesungen und eine Bilderpräsentation dazu ein, ruhig zu werden, und gaben Impulse zur Besinnung. Die teilnehmenden Kinder wurden eingeladen, ihre Laternen in einen Lichterkreis zu stellen. Vikar Krystof Sobczyszyn gestaltete diese Nacht der 1.000 Lichter.

Amstetten Herz Jesu

Was für eine Nacht auf Allerheiligen! In der Filialkirche St. Agatha in Eisenreichdornach der Pfarre Amstetten Herz Jesu kam Gänsehautatmosphäre statt Halloween-Gruselstimmung auf. Das Kirchlein stammt aus dem 9. Jahrhundert. Es wurde über die Fülle und den Sinn des Lebens nachgedacht und an die verstorbenen Lieben, Angehörigen und Freunde gedacht. Die Pfarre freute sich über den großen Andrang!

Draußen vor der Kirche war alles mit Lichtern beleuchtet, viele Familien nahmen Laternen mit. Der Gottedienst wurde von vielen Jugendlichen und Pastoralassistent Gerhard Jessl gestaltet. Viele nutzten die Gelegenheit, um im Anschluss von Gottesdienst und "Nacht der Heiligen" bei Hintergrundmusik und wundervoller Beleuchtung zu genießen. Die Pfarre lud weiters zum Stritzl-Essen und Tee.