Earth Hour am Samstag . Es wird wieder dunkel. Heuer am 30. März von 20.30 bis 21.30 Uhr. Wenn in zahlreichen Städten, Orten, bei Sehenswürdigkeiten für eine Stunde das Licht ausgeht.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 29. März 2019 (12:44)
Eva Vargyasi/shutterstock.com

Jedes Jahr im März schalten Millionen von Menschen am gleichen Abend für eine Stunde das Licht aus. Und das überall auf dem Planeten.

Sehenswürdigkeiten wie die Pyramiden von Gizeh, der Eiffelturm und das Empire State Building sind dann genauso im Dunkeln wie Unternehmensstandorte, Haushalte, Schulen und Organisationen … rund um den Erdball. Das ist die WWF Earth Hour, die auf die Folgen der Klimakrise und das damit verbundene rasante Artensterben aufmerksam machen will.

Licht aus! – auch am Flughafen Wien

Am Samstag, den 30. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr ist es wieder soweit. Im Dunkeln liegen dabei etwa Gebäude in St. Pölten wie der Klangturm, das Gemeindeamt und die Europa-Mittelschule in der Marktgemeinde Pyhra, das Rathaus in Retz oder etwa die Pfarrkirche St. Othmar in Mödling.

Zum ersten Mal mit dabei ist der Flughafen Wien. Für eine Stundedreht die Flughafen Wien AG ihre Beleuchtung an Ihrem Unternehmenssitz am Dach des Office Park 1 sowie am Werbeturm in der Flughafeneinfahrt komplett ab. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG:

„Mit unserer Teilnahme an der Earth Hour wollen wir aktiv zeigen, dass Nachhaltigkeit und Energieeffizienz für uns von höchster Bedeutung sind. Der Flughafen Wien setzt seit 2012 verstärkt auf ein energieeffizientes Umweltmanagement. Mit zahlreichen Maßnahmen haben wir seitdem unseren Gesamtenergiebedarf um mehr als ein Viertel gesenkt. Die CO2-Emissionen pro Verkehrseinheit wurden sogar um mehr als 65 Prozent reduziert.“ 

Bei Energie und Mobilität energieärmer leben

Aber auch jeder einzelne kann einen Beitrag leisten. „Machen Sie mit und schalten Sie um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht aus“, fordert etwa die Energieberatung auf. Im Alltag lässt sich mit einer energiesparenden Lebensweise und bewusstem Konsum laut WWF auch der persönliche CO2-Ausstuß reduzieren, häufig lebt man damit darüber hinaus gesünder, es ist billiger und macht mehr Freude.

Dazu beitragen kann man viel, zum Beispiel kann man Licht vernünftig einsetzen. „439 (von 573) NÖ-Gemeinden haben die Straßenbeleuchtung schon auf energieeffiziente LED Leuchten umgestellt. Das ergibt eine beachtliche Betriebskostenersparnis. Für einen Haushalt bringt ein Leuchtmittel-Austausch bei gleicher Lichtqualität Einsparungen von ca. 50 Euro/Jahr“, verrät die Energieberatung.

In Sachen Mobilität kann man auf gemeinsames Fahren umsteigen, ein sparsames Auto kaufen oder mit einem E-Auto fahren. Man kann das Haus dämmen, neue Fenster anstelle von undichten Fenstern einbauen. Hilfreich sein kann eine effiziente Heizungspumpe. „Zwei Mahlzeiten weniger Fleisch pro Woche und Person“, lautet ein Spartipp punkto Ernährung in der eNu-Broschüre „Besser leben mit weniger Energie“. Und Sinn macht es auch bedarfsgerecht einzukaufen, um keine Lebensmittel wegwerfen zu müssen.

Infos zur Earth Hour: www.wwf.at/earthhour

Mehr Ideen bieten auch Broschüren der Energieberatung zum Stromsparen, Solaranlagen, Heizung und Sanierung: www.energieberatung-noe.at/earth-hour-2019-die-stunde-der-erde