Wechseljahre – Zeit für Veränderung. Riki Ritter-Börner, Chefredakteurin von Gesund & Leben, über eine Zeit, die nicht nur Nachteile hat.

Von Riki Ritter-Börner. Erstellt am 27. März 2018 (02:43)
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Symbolbild

Bei Frauen ab Mitte 30 löst das Wort „Wechseljahre“ oft besorgte Blicke aus. Ging mir damals genau so: Die Medien sprachen von Hitzewallungen, Gefühlsschwankungen, medizinischem Behandlungsbedarf. Von weiblichen Zombies, unberechenbar, unattraktiv und schwierig.

Die Jahre vergingen, Freundinnen stöhnten, zeichneten aber ein weniger Angst einflößendes Bild. Sprachen von Vorteilen: Nicht mehr verhüten müssen, zum Beispiel. Frauen „danach“ wirkten stärker. Gestandene Frauen, die wissen, wer sie sind. Und dann sagte die Frauenärztin: „Wenn Sie da positiv reingehen, kommen Sie besser durch.“ Eine klare Ansage.

Hitzewallungen sind nervig, Schlafstörungen auch, und der Körper verändert sich. Manche Frauen brauchen Medikamente oder zumindest pflanzliche Unterstützung. Bei manchen fällt die Zeit anstrengender aus als bei anderen. Aber nicht alle Frauen leiden.

Was ist das Problem? Der Wechsel ist doch ein normaler Vorgang wie die Geschlechtsreife in der Pubertät.

Die US-amerikanische Frauenärztin Christiane Northrup spricht von einer Zeit der Neuorientierung: Wechsel bedeute „Verändere dich oder stirb.“ Schließlich fällt die hormonelle Umstellung in eine bewegte Lebensphase: Der Nachwuchs wird flügge, die eigenen Eltern alt, die Pension rückt in Reichweite. Lebenspläne brauchen ein Update, da und dort stellt sich die Sinnfrage neu. Aber man ist nicht krank. Sondern einfach im Wechsel.

zVg
Riki Ritter-Börner

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