Gemeinsam durch die Krise. Niederösterreich steht, so wie ganz Österreich, vor der größten Herausforderung seit Jahrzehnten. Damit das Land die Corona-Krise möglichst gut übersteht, arbeiten Land, Gemeinden und Zivilschutzverband jetzt besonders eng zusammen. Die Niederösterreicher sollen ihren Teil zur Krisenbewältigung beitragen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 26. März 2020 (16:02)
Alfred Riedl, Stephan Pernkopf und Christoph Kainz: Gmeinden, Land und Zivilschutzverband arbeiten jetzt besonders eng zusammen.
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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Halten und helfen wir zusammen! Gerade in dieser Krise zeigt sich das hohe Verantwortungsbewusstsein und der riesige Einsatz der Zivilgesellschaft. Das gibt Hoffnung in dieser schwierigen Zeit. Vor Ort, in den Dörfern und Gemeinden, bilden sich tolle Aktionen, bei denen gerade jenen geholfen wird, die wir besonders schützen müssen, unsere älteren und kranken Mitmenschen.“ 

Zusammengerückt trotz räumlicher Distanz

Auch NÖ Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl sieht den Zusammenhalt im Land als großen Trumpf, um der Bedrohung Herr zu werden: „Innerhalb weniger Tage musste das ganze Land auf Distanz gehen und ist doch enger zusammengerückt. Wir vom NÖ Gemeindebund waren gemeinsam mit dem Land und dem NÖ Zivilschutzverband von Anfang an bemüht, alle Gemeinden zeitnah zu informieren und in Krisenzeiten als Fels in der Brandung für Bürger und Gemeinden da zu sein.“

"Beeindruckende Gemeinde-Projekte"

Der Präsident des NÖ Zivilschutzverbandes Christoph Kainz: „In den Gemeinden sind beeindruckende Projekte und Hilfsaktionen eingeleitet und umgesetzt worden. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Zivilschutzverantwortlichen aber vor allem die Zivilgesellschaft haben gezeigt, was alles möglich ist. Lieferdienste, Servicetelefone sowie umfangreiche Informationstätigkeit wurden in den vergangenen Tagen ins Leben gerufen und erfolgreich umgesetzt. Danke an die viele ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Gemeindeebene.“


Beispiele für Hilfsangebote in den Gemeinden: 

  • In Pfaffstätten (Bez. Baden) wurde auf Initiative von engagierten Bürgern und dem gesamten Gemeinderat der Pfaffstättner Hilfsdienst ins Leben gerufen. Freiwillige bieten hier ein Mittags-, ein Einkaufs- und ein Medikamentenlieferservice an.
  • In Hofstetten-Grünau (Bez. St. Pölten-Land) können Menschen, die das Haus nicht verlassen dürfen oder sollen, ihre Einkaufsliste der Gemeinde durchgeben. Einkauf und Zustellung übernehmen Gemeindearbeiter, gezahlt wird später per Zahlschein.
  • In Gänserndorf hat der örtliche Bäcker bis jetzt die Schulbuffets versorgt. Damit seine Vorräte nicht weggeworfen werden müssen, bietet er Hauszustellung an, solange der Vorrat reicht.
  • Der Krisenstab von Leopoldsdorf im Weinviertel tagt nur mehr per Videokonferenz. Zusätzlich hat die Gemeinde erhoben, welche Personen pflegebedürftig sind und versucht, den Engpass an Pflegekräften auszugleichen.