Gesundheit fördern. Bei der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen spielen viele Faktoren wie Umfeld und Vorbilder eine Rolle.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 27. Juni 2017 (01:54)
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Die Familie und das unmittelbare Umfeld von Kindern und Jugendlichen hat Einfluss auf die Gesundheit. Zu Ansätzen zählen etwa Infokampagnen.

„Gesundheitsrelevantes Verhalten beginnt im Kindes- und Jugendalter“, so Gerald Gartlehner, der wissenschaftliche Leiter des Eufep-Kongresses in Krems. Doch: „Immer weniger Kinder werden geimpft. Das Einstiegsalter für Tabak und Alkohol ist niedrig.“ Und Kinder haben schlechte Ernährungsgewohnheiten.

Vor übermäßigem Konsum von Energydrinks etwa warnt der deutsche Kinderkardiologe Martin Hulpke-Wette. Der hohe Koffeingehalt kann zu Herzproblemen führen, die das Risiko für weitere Folgen erhöhen.

„Gesundheit hängt von vielen Faktoren ab“, so An-drea Fried bei einer Kongress-Podiumsdiskussion. Von den Genen, den Eltern und ihren sozialen Gegebenheiten, der Umgebung, den Vorbildern … So ist Rauchen vor Kindern beispielsweise problematisch.

Sowohl Eltern als auch der Staat tragen Verantwortung für Kinder, so Claudia Wiesemann von der Uni Göttingen. Schwierig wird es, wenn bei einzelnen Themen die Überzeugungen der beiden auseinandergehen. Insbesondere, wenn es zu Verboten und Zwängen kommt, wie bei der Impfpflicht in Italien. Wissenschaftsjournalist Bert Ehgartner zufolge geht es in der Diskussion zu sehr ums Impfen allgemein und zu wenig um die Vor- und Nachteile jeder einzelnen Impfung. Zudem bringen auch Impfpflichten nicht immer Erfolg. Wiesemann betont, dass vor einer Impfpflicht alle anderen Maßnahmen ausgeschöpft sein müssen. Sie setzt statt dessen auf gute Infokampagnen. Und: Irene Promussas von Lobby4Kids erläutert, dass manche Eltern in schwierigen Situationen nicht alles alleine meistern können. Sie brauchen Unterstützungsangebote.

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