Generalvikar Christoph Weiss über die Erstkommunion.

Von Gina Christof. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:24)
Generalvikar Christoph Weiss
Jürgen Übl

NÖN: Welche Bedeutung hat die Erstkommunion?

Generalvikar Christoph Weiss: Prinzipiell ist die Erstkommunion der Start in etwas, der Start hinein in eine Gemeinschaft. Kommunion bedeutet ja auch Gemeinschaft. Zum ersten Mal wird der Leib Christi empfangen. Das hat sicherlich eine sehr positive Bedeutung. Es muss aber auch klar sein, dass es damit nicht gleich wieder endet. Es ist keine Einmalkommunion, sondern das erste Mal, dem viele Male folgen sollen.

Warum ist die Erstkommunion gerade in Pandemie-Zeiten wichtig?

Weiss: Ich merke in den Pfarren und bei Gesprächen, dass bei den Kindern, die ja gewohnt sind, in der zweiten Klasse zur Erstkommunion zu gehen, die Sehnsucht schon sehr groß ist. Viele konnten auch 2020 nicht zur Erstkommunion gehen, die Kinder sagen: „Ich möchte jetzt endlich, ich will nicht mehr warten“. Gerade in Pandemie-Zeiten ist der Glaube wichtig. Und gerade jetzt, wo so vieles nicht möglich ist, sollte da ein Punkt gesetzt werden. In Pandemie-Zeiten feiert man auch ganz anders, viel bewusster. Dadurch wird das Feiern oft auch viel heimeliger und konzentrierter.

Welche Botschaft haben Sie an die Familien der Erstkommunionkinder?

Weiss: Bereiten Sie dieses Fest gut in der Familie vor, auch wenn vieles an Gruppen und Treffen nicht möglich ist. Feiern Sie die Erstkommunion bewusst und mit ganz viel Freude, auch wenn es nur im kleinen Kreis ist. Ich möchte auch dazu einladen, es nicht zu einem einzigen Tag werden zu lassen, sondern am besten Sonntag für Sonntag das fortzusetzen, was da gefeiert wird.

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