Habichtskauz seit zehn Jahren zurück in NÖ. Nachdem die seltene Eulenart schon als ausgestorben galt, konnte der Habichtskauz wieder in Niederösterreich angesiedelt werden. Anlässlich der ersten Freilassung vor 10 Jahren wird nun mit einem Vortrag des Projekt-Leiters Richard Zink gefeiert.

Von Sophie Seeböck. Update am 12. November 2019 (13:55)
Flügger Habichtskauz
Habichtskauz Wiederansiedelung

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war der Habichtskauz noch in Österreichs Wäldern heimisch, seither wurde er aber nur mehr sehr sporadisch gesichtet und gilt als in Österreich ausgestorben. Dank eines Wiederansiedelungs-Projektes der Veterinärmedizinischen Universität Wien mit der Unterstützung der Grundeigentümer wie beispielsweisen den österreichischen Bundesforsten, dem Stift Schotten oder der Stiftung Fürst Liechtenstein und vielen weiteren Unterstützern, konnte die auch als Uraleule bekannte Art im Biosphärenpark Wienerwald und dem Wildnisgebiet Dürrenstein wieder Heimat finden.

180 Habichtskäuze in freie Wildbahn entlassen

Die erste Freilassung von Jungkäuzen in diesen Gebieten liegt nun schon zehn Jahre zurück. Seither konnten insgesamt 180 junge Habichtskäuze in die freie Wildbahn entlassen werden. Die seltene Eulenart schätzt die hohen Buchen- und Eichen-Hainbuchenbestände des Biosphärenparks und des Wildnisgebiets, die optimale zur Fortpflanzung der Tiere sind. Alte Bäume mit großen Baumhöhlen geben der Eulenart Platz zur Aufzucht seiner Jungen. Mit der Zustimmung der Grundeigentümer wurden mehr als 100 Nistplätze, wie auch fünf Freilassungsplätze errichtet. Dieses Jahr konnten die ersten Naturbruten mehrerer Habichtskauz-Paare im Wienerwald entdeckt werden.

Nun, zehn Jahre nach der ersten Freilassung, laden das Biosphärenpark-Wienerwald-Management und die Österreichische Vogelwarte (Veterinärmedizinische Universität Wien) in den Festsaal der Bezirkshauptmannschaft Mödling um die Wiederansiedelung zu feiern - und zwar im Rahmen des Vortrags „10 Jahre Habichtskauz-Wiederansiedlung in Österreich" von Richard Zenk. Hier für den Vortrag anmelden. 

Termin: 21. November 2019, 19 Uhr