Vorsorgedialog: Gedanken machen über das Lebensende. Im Zuge eines Vorsorgedialoges können Heimbewohner über ihre Wünsche zum Lebensende reden.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 27. Februar 2018 (01:05)
Bei der Generalversammlung dankte Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz den Haupt- und Ehrenamtlichen Mitarbeitern des Landesverbandes Hospiz NÖ für ihre Arbeit.
NLK/Burchhart

„LebensWerte bis über das LebensEnde“ steht auf der Titelseite des Jahresberichts, der bei der Generalversammlung des Landesverbandes Hospiz NÖ präsentiert wurde. Ein Thema darin ist die Einführung des Vorsorgedialogs.

„In der Hospizbegleitung gab es solche Gespräche schon immer“, erläutert Geschäftsführerin Sonja Thalinger. Gespräche, in denen man darüber redet, was passieren soll, wenn man am Lebensende noch ins Krankenhaus müsste. Ob man das noch will oder nicht? Obwohl das Ende zu erwarten ist. Und unter welchen Voraussetzungen?

"Es geht darum, sich über den Lebensabend Gedanken zu machen"

Beim Vorsorgedialog hingegen werden diese Themen nicht erst angesprochen, wenn eine Krankheit bereits fortgeschritten ist, sondern noch in Gesundheit. Wenn man ins Pflegeheim kommt, zum Beispiel. Dann reden Heimbewohner, Angehörige, Pflegekräfte usw. darüber, welche Wünsche es gibt. Wünsche, die sich natürlich auch verändern können. „Es geht darum, sich über den Lebensabend Gedanken zu machen“, so Thalinger.

Und das zu einem Zeitpunkt, an dem man noch nicht in der Krise ist, wo es noch leichter geht, darüber zu sprechen. „Wir wissen, dass 50 bis 60 Prozent der Bewohner das Angebot annehmen“, so Thalinger. Vor allem aber gibt ein Vorsorgedialog den Pflegekräften mehr Sicherheit dabei, wie sie entscheiden sollen, wenn derartige Situationen eintreffen.

Noch steht man in NÖ hier ganz am Anfang. Einige Heime sind gerade in der Umsetzung, Mitarbeiter müssen geschult werden.

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