Stabile Vorsorge trotz Zukunftsängsten. 64 Prozent der befragten Niederösterreicher erwarten eine Verschlechterung der Lebensqualität und wirtschaftlichen Lage. Zwei Drittel glauben, dass sich unser Alltag durch Corona verändern wird. Sieben von zehn Niederösterreicher sagen aber, dass sie nicht von finanziellen Verlusten durch Corona betroffen seien. In die Pensions- und Zukunftsvorsorge investiert die Mehrheit weiterhin gleich viel Geld. Das sind die Ergebnisse einer IMAS-Studie, die im Auftrag von Erste Bank, Sparkasse und Wiener Städtische durgeführt wurde.

Von Ondrej Svatos. Erstellt am 19. Februar 2021 (13:09)
Vorstandsdirektor der Sparkasse Niederösterreich Mitte-West Helge Haslinger bei der Präsentation der Ergebnisse der IMAS-Studie.
Bildschirmfoto der Präsentation

Laut einer IMAS-Studie schauen die Mehrheit der Niederösterreicher in keine allzu rosige Zukunft. Sie meinen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage und Lebensqualität verschlechtern wird. Zumindest kurzfristig. In den Folgejahren werde sich der Lebensstandard wieder erhöhen, glauben die meisten. 

Einsparungen bei Kino- und Restaurantbesuchen

Der pessimistische Blick in die Zukunft wirkt sich auch auf das Verhalten aus. 40 Prozent der Landsleute begannen in der Corona-Krise intensiv zu sparen. Am meisten wird bei Urlaub, Restaurant- sowie Kinobesuchen gespart. Beim Lebensmitteleinkauf oder bei Ausgaben für Telefonie ist Sparquote am geringsten.

Vorsorge gewann in der Krise an Bedeutung

Bei Versicherungen oder Vorsorge gaben die Befragten an, nicht sparen zu wollen. Die Bedeutung von finanzieller Vorsorge ist für acht von zehn Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in Zeiten der Corona-Pandemie hoch. Nur 17 Prozent der befragten Landsleute haben die Vorsorge im Jahr 2020 auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. "Das ist natürlich legitim, aus den Augen verlieren sollte man die finanzielle Vorsorge aber keinesfalls.“ sagt Helge Haslinger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse NÖ Mitte West.

Durchschnittlich investiert man in Österreich 161 Euro pro Monat für die Pensionsvorsorge. In Niederösterreich sind es im Schnitt 204 Euro bei Männern und 110 Euro bei Frauen. Die Top-Vorsorgethemen sind die eigene Pension und die Familie.

Zur Studie

Das Marktforschungsinstitut IMAS führte diese Studie im Auftrag der Ersten Bank, Wiener Städtischen und der Sparkassen durch. Bei der Online-Befragung zum Thema „Vorsorge in Zeiten von Corona? Wie die Österreicherinnen und Österreicher in der Pandemie vorsorgen“ wurden 1.000 Personen im Alter zwischen 16 und 65 zum Einfluss der Corona-Krise auf Sparthemen, den Corona bedingten Veränderungen sowie ihre Zukunftserwartungen Ende 2020 befragt. 

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