Influencer gegen Mobbing. Eine neue Online-Plattform macht sich gegen Mobbing und damit für ein mobbingfreies Leben stark. Die Initiative, die sich an Opfer von Mobbing wie an deren Angehörige richtet, will Aufmerksamkeit schaffen und für das Thema sensibilisieren. Auch eine Influencerin aus Niederösterreich stellt sich für die Initiative zur Verfügung.

Von Victoria Schmidt. Erstellt am 22. September 2020 (05:17)
Symbolbild
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Steffi Hruby aus dem Bezirk Melk ist im Internet keine Unbekannte. Unter dem Namen @steffkoo erzählt die 17-Jährige ihren Followern in den Sozialen Netzwerken Geschichten aus ihrem Leben und lässt ihre Fans an ihrem Alltag teilhaben. Das bescherte ihr bisher mehr als 200.000 Follower auf der Kurzvideoplattform tiktok, über 20.000 Menschen folgen ihr über Instagram. Dabei hat die junge Niederösterreicherin aber auch schon am eigenen Leibe erfahren müssen, wie es sich anfühlt, gemobbt zu werden. 

Genau das ist der Grund, weshalb sie eines der Gesichter der Initative "mobbingfree" ist. Mit Beginn des Schuljahres von der Wienerin Maria Lehner ins Leben gerufen, ist "mobbingfree" eine Plattform für Betroffene und deren Angehörige, dient der Prävention und soll Hilfe bieten. " Als Mutter eines ehemals gemobbten Jungen gründete ich aus Dankbarkeit und Hilfe für Betroffene die Plattform #mobbingfree", erklärte Lehner gegenüber der NÖN. 

Bekannte Persönlichkeiten machen Mut

Startschuss der Plattform war das beginnende neue Schuljahr. Lehner erklärte, gerade zum Schulstart sei es besonders wichtig für das Thema zu sensibilisieren, auf Täter und Opfer ebenso aufmerksam zu machen, wie auf die Außenstehenden und Randgruppen, "die einen großen Beitrag dazu leisten können". Gerade deshalb holte Lehner zahlreiche Persönlichkeiten, die sich online einen Namen gemacht haben - von @steffkoo bis zu Bastian Jansen - ins Boot. 

Unter dem Hashtag #mobbingfree wird für ein Leben ohne Mobbing gekämpft. Die Influencer teilen ihre eigenen Erfahrungen mit Mobbing und machen Mut, sich dagegen zu wehren und sich auch helfen zu lassen. So meint etwa "steffkoo": "Es ist eine Krankheit der Menschen, dass sie ihr eigenes Feld vernachlässigen, um in den Feldern der anderen nach Unkraut zu suchen" und sie fordert Mobbing-Betroffene auf: "Lass niemanden dich zum Schweigen bringen. Lass niemals zu, zum Opfer gemacht zu werden. Akzeptiere niemals die Definitionen, die andere von deinem Leben haben; definiere dich selbst!"