Tradition: Am Sonntag im Dirndl. Zum achten Mal schon trägt man am zweiten Sonntag im September Tracht – und das von Atzenbrugg bis Wiener Neustadt.

Erstellt am 29. August 2017 (01:30)
Wolfgang Simlinger
Der Dirndlgwandsonntag ist die passende Gelegenheit, die Vielfalt der niederösterreichischen Trachten zur Geltung zu bringen.

Sie trug schon im 13. Jahrhundert Tracht: die Tiroler Hutmachertochter und Dienstmagd Notburga von Rattenberg. Aus ihrer Schürze, so erzählt die Legende, verteilte sie Essensreste ihrer hofmeisterlichen Herren an die Armen. Und gilt bis heute als Schutzpatronin der Mägde, der Bauern, der Landwirtschaft. Und: der Trachtenträger.

Die haben sich in Niederösterreich schon vor neun Jahren zusammengeschlossen. Um die Tradition zu pflegen. Und um einen Tag im Jahr der Tracht zu widmen: den zweiten Sonntag im September, an und um den die Heilige Notburga Namenstag feiert.

„Selbstverständlich und mit Freude“ will man da im ganzen Land Dirndl und Trachtenanzug tragen, so Volkskultur-Niederösterreich-Chefin Dorothea Draxler. Und das nicht nur im sonntäglichen Gottesdienst. Sondern auch beim Frühschoppen und bei der Agape, beim Dorffest und beim Stadtfest, beim Auftanz und beim Umzug.

So trägt man heuer am 10. September nicht nur in 770 Pfarren in Niederösterreich Dirndl und Kalmuk, Lederhose und Schürze. Sondern auch im Niedersulzer Museumsdorf und in den Kittenberger Gärten, im Hof des Waidhofner Rothschild-Schlosses und in der Thurmhofer Burg in Hof am Leithagebirge, im Dirndlgarten am Sierndorfer Teich und in der Bisamberger Kellergasse, beim Neunkirchner Stadtfest und beim Dietweiser Dorffest. Und sogar in der Waldviertelbahn von Gmünd nach Groß Gerungs.

Dazu gibt’s Trachtenmodenschauen und Blasmusikumzüge, Goldhaubenträgerinnen und Jagdhornbläser, Museumsführungen, Feldmessen und Bauernmärkte. Alle Veranstaltungen rund um den Dirndlgwandsonntag 2017 am 10. September unter: www.wirtragennoe.at