Kreativität trotz Krise in der Pfarre Enzersfeld. Benediktinerpater Sebastian Hacker, Pfarrprovisor von Enzersfeld im Weinviertel, hat gute Lösungen für das Feiern von Gottesdiensten in Corona-Zeiten gefunden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:29)
Kreative und schön anzusehende Absperrungen haben in Enzersfeld Einzug gefunden.
Karin Sponer

Die Pfarre Enzersfeld im Weinviertel hat die Not zur Tugend erhoben und die Absperrungen ihrer Kirchenbänke kreativ gestaltet. Die Bänder werden dabei den jeweiligen Feierlichkeiten angepasst. „Die Idee einiger Gläubiger bestand darin, dass die Einschränkungen nicht als Notlösung empfunden werden. Die Absperrungen wurden zu feierlichem Kirchenschmuck“, erzählt Benediktinerpater Sebastian Hacker, Pfarrprovisor von Enzersfeld im Weinviertel, der gemeinsam mit seinem Pfarrteam gute Lösungen für das Feiern von Gottesdiensten in Corona-Zeiten gefunden hat.

Begonnen habe alles mit Bändern in den Kirchenfarben, für eine Hochzeit folgte Blau-Weiß, zum Erntedank gab es eingeflochtene Ernte-Sträußchen. „Zur Kinderandacht am Martinsfest waren lächelnde Gesichter auf Stäben angebracht, mit denen die Kinder die Freude über Jesus zum Ausdruck brachten. Im Advent wuchs der Schmuck jeder Bank von einer zu vier Kerzen in den liturgischen Farben an, bis zu Weihnachten Kugeln und Strohsterne folgten. Kerzen und Tulpen prägten das Blasiusgedenken“, schildert Hacker. Kreuze bezeichnen nun die Fastenzeit, wobei der Querbalken als Wegweiser zur Auferstehung zeigt.

Feiernde und Kirchenbesucher empfinden die kreativen Lösungen auf jeden Fall als sehr positiv: „Die Leute freuen sich schon immer darauf, was wir uns für die neue Zeit im Kirchenjahr ausdenken. Außerdem sind die Sitzplätze mit einem Bild des Kirchenpatrons und einem Gebet in allen Kapellen der Pfarren bezeichnet. Tischtuchklammern schonen die Bänke und sind variabel“, so Hacker.