Festlicher Abend im Festspielhaus St. Pölten. Aus Anlass des Niederösterreichischen Landesfeiertages, dem Festtag des Landespatrons Sankt Leopold, fand gestern, Freitag, auf Einladung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ein Festlicher Abend im Festspielhaus St. Pölten statt.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 16. November 2019 (09:22)

Eine große Zahl an prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Sport, Kirche, Kultur und Wissenschaft war der Einladung gefolgt. Für den Gastbeitrag zeichnete heuer der Regisseur, Maler und Autor Peter Patzak verantwortlich, er hielt eine Lesung unter dem Titel „Kindheitserinnerung“. Für Musik und Tanz sorgten die Nachwuchstalente des Lower Austrian Symphonic Rock Orchestras, die Band das Jugendjazzorchesters, die Formationen „Die Drei Jungs“ und „Wood’n Brass“ sowie die „tanz.compagnie.noe“.

Der 15. November sei „ein Tag zu Ehren unseres Schutzpatrons, dem Heiligen Leopold“, aber auch ein Tag, an dem es um „unsere Haltung und Einstellung zum Land, im Land und über die Grenzen hinaus“ gehe, sagte Landeshauptfrau Mikl-Leitner in ihrer Festrede. „Unsere Haltung und Einstellung in Niederösterreich, die von einem wichtigen Grundsatz geprägt ist: Verantwortung für die Heimat und Bewusstsein für die Welt“, so die Landeshauptfrau.

Nach diesen Grundsätzen habe man „in der Vergangenheit vieles richtig gemacht“, das zeige sich vor allem auch im heurigen Jubiläumsjahr „30 Jahre Fall des Eisernen Vorhanges“, betonte sie. Man habe dieses historische Ereignis genutzt, um „aus einer vergessenen Grenz-Region eine aufstrebende Vorzeige-Region zu machen“, so die Landeshauptfrau. Und so, wie man vor 30 Jahren richtig gehandelt habe, begegne man auch heute „selbstbewusst den aktuellen Herausforderungen“, sprach Mikl-Leitner etwa den Klima- und Naturschutz an: „Niederösterreichs Antwort auf die globale Herausforderung Klimawandel heißt: wir handeln. Und zwar nach einem ganz klaren Motto: Klima konkret – tun, was ein Land tun kann.“ So nannte sie in diesem Zusammenhang etwa den Ausstieg aus der Kohlekraft, die gesamte Abdeckung des privaten Strombedarfs durch erneuerbare Energie und die Klimabündnis-Gemeinden, „wo wir in ganz Europa führend sind“.

Als weiteres Beispiel nannte die Landeshauptfrau die Wissenschaftspolitik: „Weil wir in Niederösterreich wissen, dass sich unsere Region im Herzen Europas nur dann erfolgreich weiterentwickeln kann, wenn sie Zukunftsfeldern wie Wissenschaft und Forschung Raum und Platz zum Entfalten gibt. Nur dort, wo die Forschung heute neue Erkenntnisse gewinnt, können moderne Arbeitsplätze für morgen entstehen.“ Darum setze man in Niederösterreich ganz bewusst einen Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung sowie Technologie und Entwicklung, verwies Mikl-Leitner u. a. auf das IST Austria, MedAustron, die Technopole, Technologie- und Forschungszentren sowie die Universitäten und Fachhochschulen.

Als drittes Beispiel führte die Landeshauptfrau die niederösterreichische Kulturpolitik an: „Gerade unsere Kulturpolitik ist heimatbewusst und weltoffen zugleich. Und mit diesem Kulturprofil haben wir uns heute als Kulturland national und international etabliert“. In diesem Zusammenhang hob Mikl-Leitner auch die Bewerbung St. Pöltens zur Europäischen Kulturhauptstadt hervor. Es sei eine Initiative gewesen, „bei der so viele Menschen mit einer unglaublichen Dynamik und Begeisterung Beeindruckendes auf die Beine gestellt“ hätten. Und auch wenn sich die Jury nicht für St. Pölten entschieden habe, werde man die Köpfe nicht hängen lassen: „Zu gut war die Zusammenarbeit, zu wichtig und wertvoll die Ideen, Konzepte und Projekte, die entwickelt wurden. Daher werden wir St. Pölten für das Jahr 2024 zur Landes-Kulturhauptstadt ernennen.“