Probleme bei Reisen: Mythen werden aufgeklärt. Vitamin C bei Reisekrankheit? Über manche Infos ist man sich oft nicht sicher, aber man kann nachfragen.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 22. August 2017 (00:22)
Friedrich Faulhammer, Rektor Donau-UniKrems, NÖGUS-Vorsitzender DI Ludwig Schleritzko, Gerald Gartlehner, Leiter von medizin-transparent.at.
NÖGUS

Egal ob im Auto, am Schiff oder im Flugzeug – manchen wird beim Reisen einfach übel. Ob Vitamin C oder Ingwer dann hilft? Das ist wissenschaftlich nicht ausreichend erforscht, so die Experten von Medizin Transparent. Sie überprüfen Gesundheitsbehauptungen.

Entdeckt etwa ein Leser Gesundheitsbehauptungen in Zeitungsartikeln, im Internet und in der Werbung, die Zweifel aufkommen lassen, kann er an Medizin Transparent eine Anfrage stellen. Die Experten sehen sich dann die aktuelle, wissenschaftliche Lage zu diesem Thema an und beantworten die Frage.

Hinter der Reisekrankheit stecken übrigens widersprüchliche Sinneseindrücke. Daher empfehlen sie Betroffenen, „Sinneseindrücke mit dem Gefühl der Bewegung in Einklang zu bringen: im Auto den Beifahrersitz statt Rücksitz nehmen, während der Fahrt nicht lesen oder auf dem Handy spielen. Auf dem Schiff hält man sich so oft als möglich an Deck und behält den Horizont im Auge“.

Mehr als 430 gelöste Mythen

„Seit dem Start im Jahr 2011 haben wir mehr als 430 Mythen gelöst“, so Gerald Gartlehner, Leiter von medizin-transparent.at und Direktor von Cochrane Österreich. Die Themen reichen von Ernährungsfragen über Mittel gegen Krankheiten bis hin zu Risikofaktoren. Finanzlandesrat und NÖGUS-Vorsitzender Ludwig Schleritzko: „Mit medizin-transparent.at haben wir in Niederösterreich eine unabhängige Stelle für objektive Information geschaffen. Der wissenschaftliche Fakten-Check hilft, die richtigen Entscheidungen für die eigene Gesundheit zu treffen.“

Zum Beispiel beim Reisen. Apropos, was ist mit Kompressionsstrümpfen? Verringern sie wirklich das Risiko für Thrombosen bei langen Flügen? „Das Tragen von Kompressionsstrümpfen, die bis unter das Knie reichen, kann die Wahrscheinlichkeit von Thrombosen (Blutgerinnsel) ab vier bis sechs Stunden Flugdauer deutlich verringern.“ Darüber hinaus sollte man öfter aufstehen und ausreichend trinken.

www.medizin-transparent.at