Planen als Verena Wächters Berufung. Eine Babyparty, den Polterabend oder die Hochzeit planen? Was für viele Paare oft im Stress endet, ist Verena Wächters Leidenschaft. Die Mödlingerin begleitet viele organisatorisch zum schönsten Tag.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 16. Oktober 2019 (01:37)
Isabella Lopez
Verena Wächter liebt ihren Job als Hochzeitsplanerin sichtlich. Der Trend für die Hochzeiten im kommenden Jahr geht in Richtung Nachhaltigkeit.
 

Vor wenigen Jahren hat Verena Wächter ihrem Vater dabei geholfen, seine Hochzeit zu organisieren. Dass die Konsequenz daraus nicht nur ein wunderschönes Fest mit Familie und Freunden war, habe damals niemand erwartet, erzählt die 23-Jährige heute. Denn nach der Feier hat sich die Mödlingerin dazu entschieden, die Ausbildung beim WIFI zur geprüften Wedding Plannerin zu machen. Interessiert sei sie an Hochzeiten schon lange.

Isabella Lopez

„Ich war auch immer ganz traurig, weil wir auf so wenige Hochzeiten eingeladen waren. Das kommt, glaube ich, erst. Aber für Familienfeiern und Geburtstage habe ich immer gerne vorbereitet, Torten gebacken und dekoriert. Das hat mir schon immer total Spaß gemacht“, so Wächter. Mittlerweile ist sie seit über einem Jahr als Planerin mit der Firma „oneday“ selbstständig und hat bereits 15 Hochzeiten begleitet. Auch eintägige Events wie Babypartys, Polterfeiern oder Heiratsanträge bietet sie an. Denn Feiern rund um das Familienleben zu planen, begeistert Wächter schon lange. Im privaten Kreis ist Wächter diejenige, die meistens Überraschungen plant oder Ausflugsorganisationen in die Hand nimmt.

Vom Marketing zur Selbstständigkeit

Wächter ist in Mödling aufgewachsen, wo sie nach wie vor lebt. Nach dem Abschluss der HLW Biedermannsdorf bei Wien, wo sie den Ausbildungszweig „Kommunikations- und Mediendesign“ gewählt hatte, hat sie noch einen Diplomlehrgang an der Werbeakademie angehängt. Beruflich war sie immer im Marketingbereich in größeren Unternehmen tätig, bevor sie sich als Planerin selbstständig gemacht hat.

Hannah & René

Bei den vielen Hochzeitsorganisationen denkt Wächter natürlich auch daran, wie ihre eigene Hochzeit einmal sein soll. „Ich werde wahrscheinlich ein bisschen überfordert sein, weil ich weiß, was es alles gibt“, sagt sie lachend.

Das Budget sollte man im Blick behalten

Für Verliebte, die gerade mitten in der Planungsphase stecken, hat Wächter Tipps. Sie rät, dass man den Zeitplan und das Budget im Blick hat. Zudem solle man Dienstleister wählen, die einem sympathisch sind: „Die Fotografen stehen den ganzen Tag an deiner Seite. Wenn da die Basis passt, tut sich das Brautpaar bei den Fotos leichter.“ Außerdem sollten Aufgaben auf Familie und Freunde aufgeteilt werden. So bleibe das Brautpaar nicht auf der ganzen Arbeit sitzen.

Viola Jagl Photography

Dass sie von zuhause arbeiten kann, genießt Wächter. Nur für die vielen herumliegenden Dekorationsgegenstände in der Wohnung müsse ihr Freund Verständnis zeigen, scherzt die Planerin. Sie schwärmt zudem davon, dass sie sich jeden Tag mit so einem emotionalen, schönen Thema befassen könne. Vor allem begleitet sie die Brautpaare immerhin ein Jahr lang und versucht monatelang alles perfekt umzusetzen. „Dann ist der Hochzeitstag da und man sieht, das Brautpaar ist glücklich … das ist das Schönste an meinem Job.“