Auf Mission in Kongo. Der Mostviertler Markus Koglgruber war zwei Mal als Logistiker in der Demokratischen Republik Kongo.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 12. September 2017 (00:53)
Sara Creta/MSF
In der Demokratischen Republik Kongo – wie hier in der Region Kalémie – versorgt Ärzte ohne Grenzen die Menschen mit Medizin und dem Nötigsten wie Wasserkübeln.

„Die Arbeit ist sehr intensiv. Wie sehr, kommt auf die Mission an.“ Für Ärzte ohne Grenzen war der gebürtige Mostviertler Markus Kogl-gruber zum zweiten Mal als Logistik-Supply-Manager in der Demokratischen Repu-blik Kongo.

Seit Jahrzehnten gibt es hier immer wieder Konflikte, Krieg, Gewalt und Vertreibung. Dazu kommen Krankheiten wie Cholera, Malaria … Seit 1981 ist Ärzte ohne Grenzen vor Ort. Es ist einer der umfangreichsten Einsätze der Organisation.

Was hier besonders wichtig ist? „Die Menschen mit dem Nötigsten und Medizin zu versorgen.“ Und dazu zählen sowohl Medikamente für Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und mobile Kliniken als auch Materialien zum Aufbau eines Flüchtlingslagers oder das Notwendigste für Vertriebene, wie zum Beispiel Moskitonetze, Wasserkübel, Handtücher usw. Damit all das bei den Ärzten und Patienten, die es brauchen, landen kann, müssen zunächst Medikamente & Co. aus dem Logistiklager von Ärzte ohne Grenzen in Frankreich in den Kongo transportiert, vor Ort gelagert und dann auf die einzelnen Projekte aufgeteilt werden.

Und das kann manchmal schwierig werden. „Die In-frastruktur ist nicht ideal“, erzählt Koglgruber. Wie in allen anderen Ländern auch ist auch hier die Arbeitsweise eine andere. „Man muss auf die jeweilige Situation Rücksicht nehmen. In Österreich ist alles planbar, im Kongo muss man improvisieren.“ So kann es zum Beispiel passieren, dass ein Transport nicht drei Tage dauert, sondern aufgrund von Regenzeit, verstopften Straßen, eingebrochenen Brücken drei Wochen. Wie man mit so einer Situation umgehen kann? „Im Idealfall hat man alles, was man braucht, auf Lager.“

Es ist ein anstrengender Job, erzählt er. Das Arbeitspensum ist hoch, die Freizeit gering. Aber: „Ich mag dieses Land, die Herzlichkeit der Menschen, die Landschaft.“ Und: „Ich will gerne eine weitere Mission machen“, verrät er. „Es ist eine spannende Herausforderung.“

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