See-Teich-Fluss: 29 Badestellen in Niederösterreich. 29 „offizielle“ Badestellen hat das weite Land. Abkühlung gibt’s aber auch in Strombädern, in Gebirgsgräben und an Wasserfällen.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 03. Juli 2018 (02:05)
Kroatien? Nein, Waldviertel! Aber die Felsen am Ufer des Ottensteiner Stausees könnten genauso gut an der Adriaküste liegen. Nur ein bisschen kühler ist es dann doch, im niederösterreichischen Norden. Und die Wasserqualität ist „ausgezeichnet“, wie auch der erste Bericht der AGES für 2018 bestätigt.
NÖ Werbung/Schwarz-König

Kühle 16 Grad hat das Wasser im Flussbad. Frostige minus 52,6 Grad soll die Luft in der Höhle hinter einem unterirdischen Wasserfall haben. Und sonst? Ist von kühl bis schwül alles drin in und an Niederösterreichs Naturbadestellen.

Die laden nicht nur in der wieder belebten Badeanlage im Flussbad Purgstall an der Erlauf (das mit den 16 Grad Wassertemperatur) zum Abkühlen. Auch an den Schotterinseln (bei Ardagger), an den Kiesstränden (in der Wachau) oder an den Sandbänken (bei Greifenstein, Weißenkirchen und der Pielachmündung bei Melk) der Donau lässt es sich behaglich baden.

Bergseen, Badehäuser und Strombäder

Wer dazwischen gerne einkehrt, muss das Kampbad in Plank mit seinem rot-weiß-gestreiften Badehaus und seinem Haubenkoch am Sommerherd besuchen. Wer einmal mit einem Sautrog den Fluss hinunterschippern will, sollte sich nach Hollenstein an der Ybbs aufmachen. Und wer glaubt, die Riviera liegt (nur) in Frankreich, der hat das 115 Jahre alte Strombad in Kritzendorf noch nicht gesehen. Ein paar Grad kühler als an der „Wiener Riviera“ ist es an den klaren Ufern des Lunzer Sees, der mit gleich noch zwei kühlen Bergseen zwischen Wäldern und Gipfeln glitzert.

Der Lassing-, der Mira- und der Schleierfall in Niederösterreichs Ötschergräben kühlen müde Wandersfüße. Und der erste Wiener Wasserleitungsweg begleitet Wasser – und Wanderer – durchs wilde Höllental. Ach ja, und wer’s richtig kalt braucht, der muss sich zur Töpperbrücke, zum Unterwasserfall mit dem beeindruckenden Namen „Brüllender Stier“ und zur Doline Grünloch unter dem Dürrenstein aufmachen (die mit den minus 52,6 Grad).