Alexander Eder: „Ich freue mich immer auf Auftritte“. In der deutschen Castingshow „The Voice of Germany“ werden Gesangstalente gesucht und von sogenannten Coaches auf Auftritte vorbereitet. Auch der Neuhofner Alexander Eder war einer der glücklichen Teilnehmer. Obwohl er mittlerweile ausgeschieden ist, hat er viel vor.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 05. Januar 2019 (05:16)
Jutta Streimelweger
Alexander Eder

„Eder“ ertönt es auf der anderen Seite der Leitung. Und da ist sie schon, die berühmte tiefe Stimme von Alexander Eder. Der 20-Jährige hat in der deutschen Castingshow „The Voice of Germany“ nicht nur die Juroren verzaubern können, sondern auch eine breite Fanbase.

Der Sänger ist in Neuhofen an der Ybbs im Bezirk Amstetten aufgewachsen und maturierte im Sommer 2017. Eine Woche nach der Maturareise startete er bereits mit dem Bundesheer. „Danach war mir klar, dass ich wieder singen will. Eine Freundin, mit der ich auch Musical gespielt habe, meinte dann, sie meldet mich bei ,The Voice‘ an.“

Die ersten Castingrunden behielt Eder zuerst als Geheimnis für sich

Zuerst habe er es für sich behalten, dass er sich beworben hat. Nur die besten Freunde wussten Bescheid. Während er gerade eine Bewerbung an das Max Reinhardt Seminar geschrieben hat, kam der lang ersehnte Anruf aus Deutschland. Die Blind Auditions der Castingshow (Juroren sitzen mit dem Rücken zum Teilnehmer, hören also die Kandidaten nur) waren zeitgleich mit der Aufnahmeprüfung am Seminar. Die Entscheidung ist Eder leicht gefallen …

Mit Freunden und Familie ist er dann nach Deutschland gereist und wählte den Song „Your Man“ von dem amerikanischen Sänger Josh Turner. Country begleitet Eder noch nicht so lange. Anfang 2018 googelte er nach Liedern für tiefe Stimmen und ist durch Zufall auf Turner gestoßen. „Ich habe mich in die Countryszene so verliebt. Ich höre fast nur mehr Country und Rock.“ Und offenbar war es die richtige Songauswahl, denn die Juroren Michi und Smudo (Fanta4) wollten ihn in ihrem Team haben.

Förderung im BORG motivierte den Sänger

Eder hatte vor, Schauspieler zu werden, hat auch in den Beruf bereits hineingeschnuppert. Er spielte etwa als Jugendlicher in einer Jugendproduktion im Haager Sommertheater mit. Mit 14 Jahren hat Eder die Ausbildung im BORG St. Pölten begonnen.

Damals spielte er schon Trompete, Schlagzeug und Gitarre. Für das Freifach wollte er nicht noch ein Instrument lernen und wählte Gesang. Im ersten Jahr habe er durch den Stimmbruch fast keinen Ton getroffen. „Nach dem Sommer hat meine Lehrerin gemerkt, dass ich mich anders anhöre. Sie hat mich total motiviert. Ihr habe ich das Meiste zu verdanken“, so Eder. Schon damals sei seiner Gesangslehrerin seine „außergewöhnlich tiefe Stimme“ aufgefallen.

Viele ziehen nun Vergleich mit Elvis

Für genau diese außergewöhnliche Stimme wird der 20-Jährige nun auch immer wieder mit Elvis verglichen. Das sei für ihn, so Eder, eine große Ehre: „Er ist wirklich der König der Musik. Ich habe das alles noch nicht realisiert. Ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr raus.“ Sorgen, sich wegen der Lobeshymnen zu verändern, macht er sich jedoch nicht. „Ich bin selbstbewusst und freue mich immer auf Auftritte, aber ich halte mich nicht für etwas Besseres.“

An der ersten Single wird intensiv gearbeitet

Dass er es nicht ins Finale der Castingshow geschafft hat, hält Eder in seiner Karriereplanung nicht auf. Für den Sieger der Staffel, Samuel Rösch, hat Eder nur positive Worte: „Ich bin ihm den Sieg von Herzen vergönnt!“

Das Studium (Eder studiert am Konservatorium Pop- und Jazzgesang) hat er zurückgeschraubt. Nur die Kurse, die ihn aktuell am meisten weiterbringen, wie etwa Staging und Performance, also wie er sich am besten auf der Bühne bewegt, besucht der Sänger weiterhin. „Musikgeschichte kann ich später nachmachen“, sagt er lachend. Er arbeitet nun an verschiedensten Songs.

„Ich setze mich mit sehr guten Leuten zusammen und hole mir Ratschläge. Ich arbeite mit so coolen Leuten, aber da darf ich noch nicht mehr verraten“, bleibt der Mostviertler geheimnisvoll. „Es ist so viel geplant, aber das Erste wird eine Single sein.“ Außerdem möchte der 20-Jährige viele Konzerte geben: „Und dann geht’s dahin!“