Von Pflege und Betreuung der älteren Generationen.

Erstellt am 09. November 2017 (04:42)
Mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger, den Alltag alleine zubewältigen. Verschiedene Betreuungs- und Pflegeangebote – von mobilen Diensten bis hin zur Langzeitpflege im Pflegeheim – sind dabei von großer Bedeutung und werden künftig noch mehr genutzt werden.
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„Wir haben in Niederösterreich ein breit gefächertes Angebot für die Pflege und Betreuung der älteren Generation“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „11.000 Menschen werden in privaten oder Landespflegeheimen betreut, 16.200 Menschen erhalten ambulante Hilfe und Unterstützung, und 6.200 Menschen nehmen die 24-Stunden-Pflege in Anspruch.“ Zusätzlich gebe es 3.200 Wohnungen, wo Betreutes Wohnen angeboten werde, so Mikl-Leitner.

Doch die Bevölkerung wächst – bis 2030 in Niederösterreich auf 1,74 Millionen. Da wird im Altersalmanach errechnet, in dessen Rahmen der Pflegebedarf in NÖ erhoben wird. Es wird immer mehr ältere Menschen geben, beispielsweise 127.100 über 80-Jährige (heute sind es 85.700). Und: Die Pflegegeldbezieher werden bis 2025 von aktuell knapp über 90.000 auf nahezu 106.000 Personen ansteigen. Die Prognosen dazu, wie diese sich verteilen, könnten sich durch die Abschaffung des Pflegeregresses, also die Möglichkeit von Ländern, auf das Vermögen von Personen in stationären Pflegeeinrichtungen zurückzugreifen, verändern.

Anzahl der pflegebedürftigen Menschen steigt

Dennoch wird man bis 2025 mehr Pflegeplätze brauchen. In den Bezirken Baden, Gänserndorf, Krems-Land und Lilienfeld steigt die Anzahl pflegebedürftiger Menschen bis 2020 jeweils um rund 13 Prozent. Mobile Dienste werden mehr Klienten betreuen müssen. Hier werden die größten Steigerungsraten für die Bezirke Mödling, Gänserndorf und Korneuburg prognostiziert. Und: Der Bedarf an 24-Stunden-Betreuung wird stark ansteigen. Besonders starke Zuwachsraten wird es in Waidhofen an der Thaya und Waidhofen an der Ybbs geben.

Wie wichtig 24-Stunden-Betreuung geworden ist, zeigen die Förderanträge. Seit zehn Jahren gibt es vonseiten des Landes NÖ Förderungen im Rahmen des NÖ Modells zur 24-Stunden-Betreuung – für Niederösterreicher, die Pflegestufe drei oder bei nachgewiesener Demenz eine niedrigere haben. „Im Jahr 2008 haben 1.835 Personen eine Förderung der 24-Stunden-Betreuung bezogen“, so Sozial- Landesrätin Barbara Schwarz. Allein von 2010 bis 2016 haben sich die Förderbezieher auf 8.834 mehr als verdoppelt. In NÖ gibt es übrigens rund 23.500 registrierte Personenbetreuer und mehr als 150 Vermittlungsagenturen.