Gesamtpaket mit Unternehmergeist. Mister Austria Alberto Nodale ist Gründer eines niederösterreichischen Unternehmens.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 21. November 2017 (02:06)

„Ich wollte schon mit 16 ein Unternehmen gründen“, sagt Alberto Nodale. Das hat er dann auch ein paar Jahre später getan. Mit einer Studienkollegin und einem Studienkollegen gründete er in Wieselburg, Bezirk Scheibbs, „Frische Fritzen“, eine Firma, die Bio-Müsli produziert.

Schon als Jugendlicher habe er Bücher über Unternehmertum gelesen. „Dadurch habe ich gelernt, dass es auch andere Wege gibt, als angestellt zu sein. Ich war fasziniert, dass man durch eine Idee ganz weit kommen und viel erreichen kann.“

Die Gründer bekamen den dritten Platz des RIZ Innovationspreises, den ersten Platz beim „i2b Businessplanwettbewerb“ und den „Kreativ in die Zukunft“-Preis. Doch nicht nur da las man viel über den 27-Jährigen in Medien. Seit kurzem ist er auch Mister Austria 2017.

"Du musst das Gesamtpaket mitbringen"

„Das war voll die verrückte Geschichte. Ich habe ein paar Mal spaßhalber Shootings gemacht. Da haben sich dann auch ein paar Jobs ergeben. Aber ich wollte mir nie eine Modelkarriere aufbauen.“ Zufällig traf Nodale den Organisator von Mister Austria auf einer Veranstaltung, der ihm eine Bewerbung schmackhaft machte. „Ich habe lange überlegt, aber es geht da nicht nur um den schönsten Mann. Du musst das Gesamtpaket mitbringen.“ Außerdem imponierte Nodale das Konzept des Bewerbs. Es werden etwa auch Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Alberto Nodale machte in Wien die Matura, wo er auch aufgewachsen ist. Danach zog er nach Wieselburg, um dort am Campus Wieselburg der Fachhochschule Wiener Neustadt zu studieren. Dort absolvierte er sein Bachelor- und Masterstudium. Über das Start-up-Center der FH bekam der Gründer Unterstützung für das Unternehmen, für die er sehr dankbar ist.

Die Frischen Fritzen wurden 2015 an den Lieferservice „Rita bringt’s“ verkauft, so „konnten wir uns neuen Aufgaben widmen“. Bei Nodale war das ein Praktikum im Silicon Valley, USA, beim Start-up Close.io. Seit Frühling ist er wieder in Österreich, arbeitet aber noch für die Firma.

Eine Idee für ein neues Start-up schwebt Nodale derzeit nicht vor: „Bei mir dreht sich im Moment alles um Personal Branding.“ Als Blogger, Keynote-Speaker und mit über 30.000 Instagramfans ist er da wohl am richtigen Weg: „Durch die neuen Möglichkeiten ist gerade alles sehr spannend!“

Welcher Niederösterreicher der Woche hat euch besonders beeindruckt?