Marcus Nowotny: Ein Leben im Sattel. Der Korneuburger Marcus Nowotny ist seit 2007 Bereiter bei der Spanischen Hofreitschule. Der 32-Jährige feierte sogar seine Hochzeit in der Winterreitschule.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 31. August 2015 (03:32)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Bei der Kapriole springt das Pferd hoch in die Luft und schlägt dort mit den Hinterbeinen aus. Diese Figur gilt als eine der schwierigsten - auch Marcus Nowotny übte lange, um sie zu perfektionieren.
Rene van Bakel.photo/Spanische Hofreitschule
Die Liebe zu Pferden, die ist es, die das Leben von Marcus Nowotny prägt. Geritten ist der heute 32-Jährige, seit er denken kann. Und ab seinem 16. Lebensjahr hat er seine Liebe zu Pferden auch zum Beruf gemacht: Ab da machte der Korneuburger die Ausbildung zum Bereiter an der Spanischen Hofreitschule.

Wie verbunden er mit Pferden und seinem Arbeitgeber ist, zeigt sich auch in einem sehr privaten Detail: Er heiratete seine Gattin vor vier Jahren in der Winterreitschule der Spanischen Hofreitschule – als einziger aktuell aktiver Bereiter.

Mit 16 Jahren zur Spanischen Hofreitschule

Dass es ein Job mit Pferden werden soll, das war für Nowotny schon immer klar. „Für alle anderen Sachen war kein Interesse da“, erzählt er. Schon seine Eltern – Nowotny hat einen Teil seiner Jugend in der Tullner Gemeinde Judenau-Baumgarten verbracht – hatten immer Pferde. „Vor der Spanischen Hofreitschule war ich aber eher ein Wald- und Wiesenreiter.“

Im Alter von 16 Jahren bewarb er sich bei der Spanischen Hofreitschule – und wurde genommen.
Die Ausbildung starten angehende Bereiter als Eleve. „Da ist man meist im Stall, hat zwei bis drei Pferde zu pflegen.“ Zwei Jahre lang wird er an der Longe unterrichtet, eine Stunde pro Tag. Danach steigt man nach einigen Jahren zum Bereiter-Anwärter auf. Nach 7,5 Jahren wurde Nowotny 2007 Bereiter.

„Unser Sohn geht auch schon gerne in den Stall mit“

Dass er in der Winterreitschule heiraten durfte, war für ihn ein unvergessliches Erlebnis. „Wir haben zwei Tage nach dem Sommerball geheiratet, die ganze Dekoration haben wir gelassen“, erinnert sich Nowotny. Zum Glück hat der Korneuburger auch eine Gattin, die ebenso pferdebegeistert ist wie er. Denn auch privat verbringt Nowotny viel Zeit mit Pferden, fährt mit seinem Papa etwa gerne mit der Kutsche aus.

Gemeinsam mit seiner Frau hat er drei Pferde. Und diese Liebe zu Pferden, die dürfte auch vererbbar sein: „Unser Sohn geht auch schon gerne in den Stall mit“, schmunzelt Nowotny über seinen zweijährigen Sprössling.

Heuer, anlässlich des 450-Jahr-Jubiläums der Spanischen Hofreitschule, krönte Nowotny übrigens seine Bereiter-Karriere: Er durfte bei der Jubiläumsgala das Soloprogramm reiten.

Welcher Niederösterreicher der Woche hat Sie besonders beeindruckt?
Wählen Sie Ihren persönlichen Favoriten für den Monat August!