Traumberuf: Online-Videos. Dem Weinviertler „Chaosflo44“ folgen auf Youtube über eine Million Menschen. Niemand hat in Österreich so viele Views wie der 19-Jährige.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 30. Januar 2018 (02:00)
privat
"Chaosflo44“

In dem Computerspiel Minecraft kann jeder Spieler sich mit würfelförmigen Blöcken eine eigene Welt erschaffen.

Das tut auch Florian aus dem Weinviertel mit seinem Usernamen „Chaosflo44“ wie Tausende andere Jugendliche ebenso. Der Unterschied: Ihm folgen dabei auf Youtube über eine Million Abonnenten, die ihm dabei zusehen, wie er Spiele spielt und diese dabei kommentiert.

„Ich habe den Kanal 2009 erstellt“, sagt der 19-Jährige, der seinen vollen Namen und genauen Wohnort nicht nennen möchte. „Ich mache das also fast schon mein halbes Leben!“

Bei so einer großen Fanbase ist ihm seine Privatsphäre wichtig. Auf Messen und Veranstaltungen ist er dafür aber regelmäßig: „Da gebe ich natürlich gerne Autogramme oder mache Fotos.“ Generell ist der Kontakt mit den vor allem sehr jungen Fans für Florian sehr wichtig.

Seiner Verantwortung den Kindern und Jugendlichen gegenüber ist er sich bewusst. Er würde weder schimpfen noch etwas Vulgäres sagen: „Das ist das A und O, dass man respektvoll miteinander umgeht. Ich rede auch oft darüber, dass die Schule wichtig ist. Ich finde, bei so etwas kann ich in meiner Vorbildfunktion in die richtige Richtung lenken.“

In seinen Videos, wo jedes von Hunderttausenden Menschen angesehen wird, probiert er verschiedene Spiele, aber meistens spielt er Minecraft: „Das Spiel hat mich von Anfang an fasziniert. Man kann Kreativität ausleben, kann präsentieren, was man will. Es ist wie ein Legobaukasten ohne Grenzen.“

Der Weinviertler hat letztes Jahr seine Matura an der HTL für Wirtschaftsingenieurwesen absolviert. Derzeit verrichtet er seinen Zivildienst in einem Pflegeheim.

Die Arbeit dort mag er und Leuten, denen es nicht so gut geht, zu helfen, gefalle ihm sehr: „Das ist fürs Leben eine wichtige Erfahrung.“

In den nächsten Jahren will Florian „seinen Wurzeln treu bleiben“, und auch weiterhin Minecraft-Videos online stellen. Aber auch andere Sachen, die ihn interessieren, will er probieren: „Ich habe vor, Reisevideos zu machen, also etwas aus dem Reallife.“

Wie viel er als Youtuber verdient, verrät Florian nicht, aber „hoffentlich kann ich das hauptberuflich machen. Das wäre wirklich mein Traumberuf“.

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