Mit dem Tesla durch die Wüste. Doris Holler-Bruckner aus Orth an der Donau fuhr mit einem Tesla von Wien nach Marrakesch, um Bewusstsein für Elektro-Mobilität zu schaffen.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 14. November 2017 (01:34)
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DorisHollerBruckner
oekonews/Nina Holler

3.700 Elektroautos sind derzeit in NÖ zugelassen. Da wäre noch Luft nach oben. Und so hat Doris Holler-Bruckner versucht, Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Verbindung mit Mobilität zu schaffen. Dafür legte sie mit dem Elektroauto Tesla 4.000 Kilometer von Wien nach Marrakesch zurück.

Die ehrenamtliche Präsidentin des Bundesverbandes für nachhaltige Mobilität lebt in Orth an der Donau, ist Chefredakteurin von „ökonews“ und im Bereich Marketing und PR mit Schwerpunkt bei nachhaltigen Themen tätig.

„Ich beschäftige mich schon viele Jahre mit diesem Thema“, sagt die 57-Jährige. Die große Wende sei für sie die Aubesetzung gewesen. Holler-Bruckner ist in Herzogenburg aufgewachsen. Nach der Matura studierte sie Betriebswirtschaft in Wien, wo sie auch ihren Mann kennenlernte.

"Wir geben nicht auf"

Die Planungszeit für die Marokko-Reise war sehr knapp, denn es mussten ein Auto und Sponsoren aufgetrieben werden. Insgesamt war das Damenteam mit vier Frauen im Tesla 16 Tage vollelektrisch unterwegs. In Marokko wurde dafür eine Ladein-frastruktur geschaffen, die nun bleibt und weiter benutzt werden kann. „Das Schönste war das große Interesse der Menschen. Außerdem ist dort, egal, mit wem du sprichst, ein extrem großes Bewusstsein, was den Klimawandel betrifft“, sagt Holler-Bruckner. Einiges sei in Afrika sogar schneller umsetzbar als in Europa.

Probleme tauchten natürlich auch auf. So war ein Ladepunkt zu, und das Tesla-Team musste langsamer fahren, um den nächsten zu erreichen. Aber Holler-Bruckner habe schon zu Zeiten der Au-Besetzung durchgehalten. „Wir geben nicht auf. Das zieht sich durch mein ganzes Leben.“

Mit der Fahrt nach Marokko ist aber bei den nachhaltigen Projekten noch lange nicht Schluss. Bei fachspezifischen Veranstaltungen tritt Holler-Bruckner mit einer Freundin kabarettistisch auf, um Vorurteile zu entkräften. Außerdem arbeitet die Niederösterreicherin an Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit, wo es mehr Partizipationsmöglichkeiten gibt.

Das war etwa ein Leerstandsprojekt in Wolkersdorf, wo die freie Fläche bespielt wurde. „So haben wir ein Wir-Gefühl erzeugt!“