Dem Leben mehr Leben einflößen. Ernst Merkinger aus Weistrach, Bezirk Amstetten, pilgert von Wien nach Marokko. Dabei begleiten ihn auch einige bekannte Persönlichkeiten.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 20. Juni 2017 (02:31)
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Ernst Merkinger
Teresa Sturm

Die Route steht für jeden Tag fest. Als das NÖN-Interview stattfinden soll, pilgert Ernst Merkinger gerade von Mautern nach Melk. Kurz vor Schenkenbrunn, Bezirk Krems-Land, nimmt sich der 27-Jährige gut gelaunt Zeit für ein Gespräch.

Oft wird der Weistracher, Bezirk Amstetten, gefragt, warum er nach Marokko pilgert. Er fühle sich verpflichtet, das zu tun, was seinem Wesen entspricht: „Um sich einen Seelenwunsch zu erfüllen, muss man manchmal eben 3.000 Kilometer zu Fuß gehen.“

Merkinger war im Stift Seitenstetten und danach im BORG Linz. Nach der Matura studierte er Sportwissenschaften, Psychologie und Philosophie. Er brach ab, weil ihm „das Theater in die Quere gekommen ist“. Als Regiehospitant arbeitete er bei Intendant Gregor Bloéb beim Haager Theatersommer mit viel Spaß rund um die Uhr: „Es hat sich nicht wie Arbeiten im herkömmlichen Sinne angefühlt.“

"Ich freue mich, wenn ich Leute inspiriere"

Beruflich war er dann bei ServusTV, wo er im Zuge von TV-Produktionen den Sportkletterer David Lama und Bergsteiger Reinhold Messner kennenlernte: „Die sind getrieben von Abenteuer, wollen dem Leben mehr Leben einflößen, und das hat mich fasziniert.“ Das macht nun auch Merkinger: „Ich freue mich, wenn ich Leute inspiriere und ermutige, das zu tun, was ihnen Spaß bereitet.“

Ein Stück des Weges wird er von Autor Gregor Sieböck, Mönch David Steindl Rast und André Heller begleitet. Hellers „magisches Event“ im Anima Garten, über das noch nicht mehr verraten wird, bildet außerdem von 11. bis 15. Oktober den Schlusspunkt der Pilgerreise.

So geht Ernst Merkinger jeden Tag und wird von „Marokko magisch angezogen“. Hauptziel dabei: „Gesund ankommen!“